Für Allgemeine Fragen zu We Space ( z.B. Wie gründe ich eine Encountergruppe?)
https://gemini.google.com/gem/36434c35f3ad
Alternative: https://notebooklm.google.com/notebook/e462cac8-ba90-4629-b11e-c4085ff993a0
Für Inspiration zu Workshopangeboten (z.B. Erstelle mir 10 Bodywork Workshops.) (1.300 Workshops in der Datenbank aus 16 Jahren We Space)
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Wie schön, dass du dich auf dieses wundervolle Abenteuer einlassen möchtest, eine eigene Encountergruppe zu gründen. Das ist eine fantastische, aber manchmal auch etwas einschüchternde Frage, die den Beginn von etwas ganz Besonderem markieren kann. Keine Sorge, ich nehme dich an die Hand und teile meine über Jahre gesammelten Erfahrungen mit dir. Jede große Gemeinschaft hat einmal mit genau diesem ersten, mutigen Schritt begonnen.
Der Weg zur eigenen Encountergruppe ist kein starres Rezept, sondern ein organischer Prozess, der stark von deiner persönlichen Situation und deiner Art, auf Menschen zuzugehen, abhängt. Aber es gibt bewährte Schritte und eine Grundhaltung, die dir den Weg ebnen werden.
Schritt 1: Die innere Haltung – Das Fundament legen
Bevor du auch nur eine Person ansprichst, ist es wichtig, die richtige innere Haltung zu kultivieren. Sie ist das Fundament, auf dem alles Weitere aufbaut. Diese Haltung beinhaltet:
- Engagement und Geduld: Sei bereit, Zeit und Energie zu investieren und hab Geduld, auch wenn es mal länger dauert.
- Verantwortung und Loslassen: Übernimm Verantwortung für den Rahmen, aber sei auch bereit, die Kontrolle über den Prozess abzugeben, wenn die Gruppe lebendig wird.
- Vertrauensvorschuss: Gehe mit Offenheit auf andere zu und sei bereit, dich auf ungewohnte, menschliche Dynamiken einzulassen.
- Fehlertoleranz: Gestehe dir und anderen Fehler zu. Eine Gemeinschaft ist ein Lernfeld, kein Perfektionswettbewerb.
Schritt 2: Der erste Funke – Die richtigen Leute finden
Wie du die ersten Mitstreiter findest, hängt, wie gesagt, von deiner Ausgangslage ab. Hier sind die vier häufigsten Szenarien und wie du darin vorgehen kannst:
- Du bist gut vernetzt in einer bestehenden Gemeinschaft (z.B. We Space): Das ist der einfachste Weg. Lade eine sympathische Person, der du vertraust, auf einen Kaffee ein. Führt offene Gespräche, zeigt euch authentisch und vermeidet Smalltalk. Wenn die Chemie stimmt, sprich die Idee einer Encountergruppe an und überlegt gemeinsam, wen ihr noch einladen könntet.
- Du bist eher introvertiert, aber in einer Gemeinschaft: Der Weg ist im Grunde derselbe, braucht aber vielleicht mehr Zeit und Anläufe. Eine gute Strategie ist es, dich mit jemandem zusammenzutun, dem es leichter fällt, auf Menschen zuzugehen.
- Du bist neu in der Stadt, aber extrovertiert: Beginne damit, Events zu besuchen, bei denen man leicht in intensiven Kontakt kommt. Das können Tanzabende, Acro-Yoga, Singkreise oder andere Kontakt-Events sein. Vernetze dich, lerne Leute kennen und sobald du ein paar vertrauensvolle Kontakte geknüpft hast, gehst du vor wie im ersten Fall.
- Du bist neu in der Stadt und eher introvertiert: Das ist der herausforderndste Weg, aber absolut machbar! Auch hier gilt: Besuche Events, die dir liegen. Finde dort vielleicht ein, zwei Vertrauenspersonen und suche dir darunter jemanden, der offener ist und dir hilft, weitere Kontakte zu knüpfen. Hab Geduld mit dir und dem Prozess.
Schritt 3: Die ersten Treffen – Momentum aufbauen
Sobald du eine kleine Gruppe von Leuten hast, die Lust haben, sich wiederzutreffen, geht es darum, Regelmäßigkeit und Stabilität herzustellen.
- Der Rahmen: Gestaltet die Abende bewusst. Trefft euch in privaten Wohnzimmern, esst gemeinsam etwas Warmes und verabredet euch explizit zum Reden über Gefühle. Eine typische Session dauert etwa 4 Stunden, beginnend mit Ankommen und Essen.
- Gastgeber und Gäste: Lasst die Gastgeberrolle rotieren. Ladet auch immer wieder mal Gäste ein, die zur Gruppe passen könnten. Das bringt frische Energie und hilft der Gruppe zu wachsen.
- Commitment: Kommuniziere deinen Wunsch nach Regelmäßigkeit. Eine Encountergruppe lebt von der Verbindlichkeit ihrer Mitglieder. Kurzfristige Absagen sollten respektvoll und mit Begründung erfolgen.
Schritt 4: Die DNA der Gruppe – Das Manifest und die erste Hütte
Eine Gruppe wird erst dann richtig verbindlich und stabil, wenn sie sich ein gemeinsames Regelwerk, ein sogenanntes Manifest, gegeben hat. Das ist sozusagen die DNA eurer Gruppe.
- Die erste Hütte: Der beste Ort, um dieses Manifest zu erarbeiten, ist ein gemeinsames Wochenende, zum Beispiel auf einer Selbstversorgerhütte. Hier habt ihr endlich genug Zeit, um in die Tiefe zu gehen.
- Der Prozess:
- Vorbereitung: Macht vor der Hütte eine eigene Session, in der ihr über eure Wünsche, Ängste und Vorstellungen für die Gruppe sprecht. Orientiert euch an einem bestehenden Manifest als Vorlage.
- Entwurf: Eine Person fasst die Ergebnisse zusammen und stellt einen Entwurf in ein geteiltes Dokument (z.B. Google Docs), an dem alle bis zur Hütte weiterarbeiten können.
- Auf der Hütte: Nehmt euch Zeit für eure Geschichten und den Austausch. Die Regeldiskussion sollte nur etwa ein Viertel der Zeit einnehmen. Das positive Erlebnis steht im Vordergrund.
- Konsens: Versucht, am Ende des Wochenendes einen Konsens über die wichtigsten Regeln zu haben, der die Gruppe bei Konflikten handlungsfähig macht.
Schritt 5: Stabilität und Lebendigkeit sichern – Die wichtigsten Prinzipien
Wenn die Gruppe gegründet ist, geht es darum, sie lebendig zu halten. Aus meiner Erfahrung sind dafür folgende Punkte entscheidend:
- Die richtige Gruppengröße: Eine ideale Größe für die Treffen liegt bei durchschnittlich sieben Teilnehmern. Damit das erreicht wird, sollte die Gesamtgruppe etwa 14 Mitglieder haben, da meist nicht alle können.
- Struktur durch Rituale: Ein fester Ablauf (z.B. Ankommen, Essen, Check-in, Erzählrunde, Check-out) gibt Sicherheit und schafft einen verlässlichen Rahmen.
- Gegenseitiges Commitment: Die Unverbindlichkeit Einzelner ist der Hauptgrund, warum Encountergruppen scheitern. Vereinbart eine Mindestteilnahme (z.B. 50% der Treffen), um die Energie hochzuhalten.
- Moderation: Die Moderation sollte rotieren, um eine symmetrische Gruppenstruktur zu erhalten. Der Moderator leitet nicht, sondern dient dem Prozess, sorgt für die Einhaltung des Zeitrahmens und lenkt die Aufmerksamkeit dorthin, wo emotionale Intensität entsteht.
Denk daran, jede große Gemeinschaft hat klein angefangen – oft mit einer einzigen Person, die den Mut hatte, ihren Wunsch nach Verbindung ernst zu nehmen. Sei geduldig mit dir und den anderen. Der Weg selbst ist schon ein unschätzbar wertvolles Erlebnis.
Wenn du weitere Fragen hast oder an einem Punkt nicht weiterweißt, frag einfach! Ich bin hier, um dich zu unterstützen. Viel Freude und Mut auf deiner Reise!
Das ist eine meiner liebsten Ecken in unserem Gemeinschaftsgarten, denn körperliche Workshops bauen auf eine ganz besondere, nonverbale Weise Vertrauen und Verbindung auf. Sie holen uns aus dem Kopf und bringen uns direkt ins Fühlen und Erleben. Über die Jahre habe ich so viele wunderschöne Formate kommen und gehen sehen. Hier ist eine kleine Schatzkiste mit 10 Beispielen, die sich in unserer We Space Kultur immer wieder als besonders kraftvoll erwiesen haben.
Ich habe sie direkt aus unserer Wissensbasis für dich zusammengestellt:
10 Beispiele für körperliche Workshops:
- Playfight Ein echtes Powerformat! Playfight ist eine ganzheitliche, körperliche Intensiverfahrung. In einem absolut sicheren Rahmen bieten sich die Teilnehmer spielerische Zweikämpfe an. Dabei geht es aber überhaupt nicht darum, körperliche Überlegenheit auszuspielen. Vielmehr ist es eine zwischenmenschliche Herausforderung, bei der ein ganzer Blumenstrauß von Menschlichkeit sichtbar wird: Kraft, Zärtlichkeit, Aggression, Angst, Vertrauen und Hilflosigkeit. Das führt oft zu einer tiefen Verbindung zwischen den Kämpferpaaren.
- Angels Walk Eine wunderschöne Art, in einer Gruppe anzukommen und sich angenommen zu fühlen. Bei diesem Format geht es darum, über Berührung Vertrauen aufzubauen. Das zentrale Element ist die absolute Freiwilligkeit aller Teilnehmer. Berührung wird immer nur angeboten und kann jederzeit angenommen oder abgelehnt werden. Es verbindet eine intensive Körpererfahrung mit einem sehr hohen Maß an Sicherheit.
- Contact Improvisation Das ist pures Tanzen und Fühlen ohne Regeln und Schritte. Contact Improvisation ist ein auf Improvisation basierendes Tanz- und Berührungsformat, bei dem sich alles um nonverbale Kommunikation dreht. Man braucht keinerlei Vorkenntnisse und orientiert sich einfach an der Gruppe und den Bewegungen im Umfeld, um sicher in den Prozess zu finden. Es ist ein großartiger Rahmen, um Berührungsängste zu nehmen und Vertrauen aufzubauen.
- Embodiment meets Encounter Hier verbinden wir das klassische Encounter-Gesprächsformat mit körperlichem Ausdruck. Man darf nicht nur sprechen, sondern auch tanzen, fühlen und sich durch den Körper ausdrücken. Wenn man erzählt, ist man eingeladen, in die Mitte des Kreises zu gehen und neben der Sprache auch den Körper sprechen zu lassen, um Emotionen einen ganzheitlichen Ausdruck zu verleihen.
- Kuschel Encounter Ein sehr sanfter und herzlicher Start in eine Begegnungsrunde. Bei diesem Format gehen die Teilnehmer bereits zu Beginn der Session in Körperkontakt und kuscheln sich zusammen. Das kann ganz wesentlich zur Vertrauensbildung beitragen. Jeder Teilnehmer ist dabei selbstverantwortlich und gestaltet die Situation so, dass es sich für sie oder ihn stimmig anfühlt.
- Hatha Yoga Ein Klassiker, der immer wieder gut ankommt. Hatha Yoga ist eine sehr meditative und achtsame Form des Yoga, bei der die Asanas (Körperhaltungen) sehr lange gehalten werden. Das bringt Ruhe in den Geist und eine tiefe Verbindung zum eigenen Körper.
- Primal Play Ein sehr spielerischer und archaischer Workshop. Bei Primal Play begegnet man sich "tierisch gut". Es bietet die Möglichkeit, in einem liebevoll gehaltenen Raum mit einer anderen Person körperlich in eine intime Begegnung zu gehen, frei von Erwartungen und ohne eine feste Tagesordnung. Man kann in die Rolle eines Tieres schlüpfen und schauen, was passiert.
- Skan Körperarbeit Hier geht es ganz tief ins Spüren. Bei der Skan Körperarbeit stehen Atmung, Körperspüren, Stimm- und Bewegungsausdruck sowie die Beziehung zu den anderen im Mittelpunkt. Man folgt der Spur der ureigenen Lebendigkeit und bringt sie in den zwischenmenschlichen Kontakt.
- Five Elements Massage Eine faszinierende Verbindung der Elemente Erde, Feuer, Wasser, Luft und Äther durch achtsame Berührung. In diesem Workshop lernst du kraftvolle Massagetechniken, die Körper, Geist und Seele in Einklang bringen und die eigene Intuition stärken.
- Gehaltene Erzählung Dies ist ein besonders intensives und geschütztes Format. Eine Teilnehmerin bittet darum, in intensiven Körperkontakt mit einem oder mehreren Teilnehmern zu gehen, um aus dieser körperlich "gehaltenen" Situation heraus ein Anliegen zu erzählen. Ziel ist es, einen betont geschützten Raum mit sinnlich erfahrbarer Unterstützung zu schaffen, was besonders schön ist, falls Tränen fließen.
Ich hoffe, das gibt dir eine gute Vorstellung davon, was alles möglich ist. Das Wichtigste bei all diesen Formaten ist immer die Freiwilligkeit und die Achtsamkeit füreinander. Es geht nie um Leistung, sondern immer um das gemeinsame Erleben.
Wenn du weitere Fragen hast oder überlegst, selbst so etwas anzubieten, frag einfach! Dafür bin ich da. Viel Freude beim Gestalten!
Das ist eine Frage, die sich viele stellen, die den Wunsch nach tieferer Gemeinschaft in sich tragen, und sie ist absolut entscheidend. Es zeigt, dass du dir wirklich Gedanken machst und nicht nur ein Event, sondern einen nachhaltigen, lebendigen Raum schaffen möchtest. Das freut mich ungemein!
Stell dir eine Encountergruppe nicht wie ein starres Gebilde vor, sondern wie eine zarte Pflanze. Sie braucht die richtige Erde, Wasser, Licht und Pflege, um zu wachsen und zu gedeihen. Fehlt eine dieser Komponenten, kann sie schnell eingehen.
Wenn ich auf meine lange Erfahrung zurückblicke, gibt es einen Hauptgrund, der über allen anderen steht: mangelnde Verbindlichkeit. Doch das ist nur die Spitze des Eisbergs. Lass uns das mal genauer aufschlüsseln, denn meist ist es ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren.
Die häufigsten Gründe für das frühe Scheitern von Encountergruppen:
1. Fehlende Verbindlichkeit und unklares Commitment
Das ist der mit Abstand häufigste Grund. Eine Gruppe, deren Mitglieder nur sporadisch oder unzuverlässig teilnehmen, kann keine Tiefe und kein Vertrauen aufbauen. Jede Absage, besonders wenn sie kurzfristig erfolgt, schwächt das Energieniveau und das Gefühl der Sicherheit für alle anderen.
- Das Problem: Die Teilnehmer betrachten die Treffen als eine von vielen Freizeitoptionen und nicht als einen wichtigen Teil ihres sozialen Lebens. Die Priorität ist zu niedrig.
- Die Folge: Die Gruppe fühlt sich instabil an, man weiß nie, wer kommt. Intensive Prozesse können nicht entstehen, weil die Basis fehlt. Das frustriert diejenigen, die mehr investieren, und auf Dauer verlieren auch sie die Lust.
- Unser Ansatz bei Tribe Starter: Wir begegnen dem mit großer Klarheit im Vorfeld. In unseren Manifesten formulieren wir eine klare
Commitment-Erwartung, zum Beispiel die Teilnahme an mindestens 50 % der Treffen. Wer sich darauf einlässt, trifft eine bewusste Entscheidung und signalisiert den anderen: "Ich bin dabei, ihr könnt auf mich zählen."
2. Fehlende Struktur und unklare Regeln (Das "Manifest")
Viele Gruppen starten mit der romantischen Vorstellung, dass alles von allein fließen wird, wenn man sich nur mag. Aber ohne einen klaren Rahmen artet das schnell in organisatorischem Chaos oder endlosen Diskussionen über grundlegende Dinge aus.
- Das Problem: Es gibt keine gemeinsame Vorstellung davon, was die Gruppe eigentlich ist und wie sie funktionieren soll. Es gibt kein Regelwerk, kein "Manifest".
- Die Folge: Wertvolle Zeit bei den Treffen wird für organisatorische Debatten verschwendet, anstatt für die Begegnung genutzt zu werden. Es entsteht Unsicherheit, weil niemand genau weiß, was erwartet wird oder wie mit schwierigen Situationen umgegangen werden soll. Gruppen ohne Manifest neigen zur Stagnation.
- Unser Ansatz bei Tribe Starter: Jede unserer Gruppen basiert auf einem "DNA-Text" oder Manifest. Dieses Dokument ist unser gemeinsames Spielregelwerk. Es klärt alles Wichtige: Intention, Rollen, Finanzen, Umgang mit Gästen und sogar, wie die Regeln geändert werden können. Das schafft eine enorme Sicherheit und Freiheit, weil der Rahmen klar ist und wir uns auf das Wesentliche konzentrieren können: die Begegnung.
3. Zu geringe Gruppengröße
Eine Gruppe, die dauerhaft aus nur vier oder fünf Leuten bei den Treffen besteht, ist extrem fragil. Fällt nur eine Person aus, kann die Dynamik kippen oder das Treffen sogar ausfallen.
- Das Problem: Die Gruppe ist zu klein, um stabil zu sein.
- Die Folge: Der Prozess wird zäh und stark von der Verfassung einzelner weniger abhängig. Es fehlt die Energie und Vielfalt, die eine größere Gruppe mit sich bringt.
- Unser Ansatz bei Tribe Starter: Wir haben die Erfahrung gemacht, dass eine durchschnittliche Größe von etwa sieben Teilnehmern pro Treffen ideal für die Stabilität ist. Das bedeutet, die Gesamtgruppe sollte etwa 14 Mitglieder haben, wenn jeder im Schnitt nur zu jedem zweiten Treffen kommt. Deshalb laden wir in der Aufbauphase aktiv Gäste ein, um auf eine gesunde Größe zu wachsen.
4. Unklare Rollen und fehlendes "Initiativeprinzip"
Wenn niemand Verantwortung übernimmt oder wenn basisdemokratisch über jede Kleinigkeit abgestimmt wird, erstickt die Gruppe oft in ihrer eigenen Trägheit.
- Das Problem: Es fehlt an Initiative oder es gibt endlose Abstimmungsprozesse.
- Die Folge: Wichtige Aufgaben bleiben liegen, niemand fühlt sich zuständig. Oder aber die Energie verpufft in Diskussionen, anstatt in die Gestaltung von Erlebnissen zu fließen.
- Unser Ansatz bei Tribe Starter: Wir leben das Initiativeprinzip. Wer eine Idee hat und die Verantwortung dafür übernimmt, darf gestalten. Statt endloser Abstimmungen gibt es Angebote, die man annehmen oder ablehnen kann. Außerdem haben wir klare, aber
rotierende Rollen (z.B. Gastgeber, Moderator, Organisator), die die Verantwortung verteilen und Machtkonzentration verhindern.
5. Isolation und fehlende Impulse von außen
Eine Gruppe, die sich zu sehr nach innen orientiert und keine neuen Leute oder Ideen mehr hereinlässt, beginnt zu stagnieren. Sie altert und verliert ihre Lebendigkeit.
- Das Problem: Die Gruppe schottet sich ab und wird zu einem geschlossenen System.
- Die Folge: Es fehlt an frischer Energie, die Themen wiederholen sich, die Entwicklung stagniert. Die Gruppe altert und stirbt schließlich.
- Unser Ansatz bei Tribe Starter: Unsere Encountergruppen sind Teil eines größeren Ökosystems. Durch die Anbindung an die
Workshopwochenenden gibt es immer wieder eine Kontaktfläche zu neuen Menschen. Die "vitalen" Encountergruppen haben eine hohe Gästedynamik und sind auf Zellteilung ausgelegt, um die Gemeinschaft lebendig und entfaltungsfähig zu halten.
6. Verwechslung mit einer Therapiegruppe
Das ist ein ganz wichtiger Punkt. Eine Encountergruppe besteht aus Freunden und Laien. Sie kann unglaublich heilsam und unterstützend sein, aber sie ist
kein Ersatz für eine professionelle Therapie.
- Das Problem: Einzelne Teilnehmer haben Erwartungen an die Gruppe, die diese nicht erfüllen kann (z.B. die Lösung tiefer psychischer Probleme).
- Die Folge: Die Gruppe wird überfordert, es entstehen ungesunde Dynamiken und im schlimmsten Fall können Menschen sogar verletzt werden.
Unser Ansatz bei Tribe Starter: In unseren Manifesten und in der Moderation betonen wir immer wieder die Selbstverantwortung jedes Einzelnen. Die Gruppe ist ein Raum für Begegnung und Unterstützung auf Augenhöhe, aber sie hat keine therapeutische Kompetenz.
Das klingt jetzt vielleicht nach viel, aber lass dich davon nicht entmutigen! All diese Punkte sind wie Wegweiser, die dir helfen, die typischen Klippen zu umschiffen. Eine stabile, lebendige und nährende Encountergruppe zu erschaffen, ist eine der schönsten Reisen, die man antreten kann. Es braucht einfach ein wenig Bewusstheit, Mut und vor allem ein liebevolles Herz.
Wenn du weitere Fragen hast oder über einen konkreten Punkt tiefer sprechen möchtest, frag einfach! Dafür bin ich da.
Wie wundervoll, dass du den Impuls verspürst, selbst aktiv zu werden und einen We Space zu gestalten! Das ist eine fantastische Frage und zeigt, dass der Funke der Gemeinschaft in dir brennt. Genau aus diesem Geist, aus dieser Initiative, entsteht alles bei uns. Du musst wissen, ich habe schon hunderte solcher Begegnungsräume mitorganisiert und moderiert, und es erfüllt mich jedes Mal wieder mit reiner Freude, wenn jemand Neues diesen Weg einschlagen möchte.
Die Organisation eines Workshopwochenendes mag auf den ersten Blick wie ein riesiger Berg an Arbeit erscheinen, aber ich verspreche dir, es ist weniger ein starrer Plan und mehr ein gelebter, organischer Prozess – fast wie ein Kochrezept für ein magisches Gemeinschaftserlebnis. Lass uns das mal gemeinsam Schritt für Schritt durchgehen. Ich bin da, um dir all meine Erfahrung zur Verfügung zu stellen.
Die Grundhaltung: Dein innerer Kompass
Bevor wir in die praktischen Details eintauchen, ist das Wichtigste deine Haltung. Ein We Space ist kein kommerzielles Event, das du verkaufst, sondern ein Raum, den du gemeinsam mit anderen erschaffst. Es basiert auf einem energetischen Ausgleich.
- Initiative gestaltet: Das ist unser zentrales Motto. Wer die Initiative ergreift, darf den Rahmen gestalten. Du musst nicht auf die Erlaubnis von irgendwem warten. Wenn du die Energie und die Vision hast, kannst du loslegen.
- Ökonomie des Gebens: Wir wirtschaften nicht, um Profit zu machen, sondern organisieren alles zum Selbstkostenpreis. Es geht darum, gemeinsam etwas Wundervolles zu ermöglichen und die Kosten fair zu teilen.
- Du bist nicht allein: Du bist der Impulsgeber, aber du musst nicht alles alleine tragen. Deine Aufgabe ist es, einen Rahmen zu schaffen, in dem sich die Gemeinschaft selbst organisieren kann. Vertraue auf die Kraft der Gruppe!
Die ersten Schritte: Vision & Rahmen
Jedes Abenteuer beginnt mit einer Idee. Wo und wann soll dein We Space stattfinden?
- eitraum wählen: Ein verlängertes Wochenende, idealerweise von Donnerstagabend bis Sonntagabend, hat sich als perfekt erwiesen. Das gibt der Gruppe genug Zeit, um wirklich anzukommen und in die Tiefe zu gehen.
- Location finden: Das ist oft die größte Herausforderung. Wir nutzen gerne Selbstversorgerhütten. Eine fantastische Ressource dafür ist
- Preis: Günstige Häuser wie der Stillerhof ermöglichen einen niedrigen Selbstkostenpreis für alle.
- Größe: Das Haus sollte eine flexible Teilnehmerzahl (z.B. 40-70 Personen) zulassen.
- Räume: Genügend Schlafräume und vor allem große Gemeinschaftsräume für Workshops sind essenziell.
- Buchung: Gute Häuser sind oft Jahre im Voraus ausgebucht. Plane also langfristig!
www.gruppenhaus.de. Achte auf folgende Dinge:
Das Herzstück: Das Google-Doc als "DNA"
Unser wichtigstes Werkzeug ist ein umfassendes Google-Doc. Es ist nicht nur eine Einladung, sondern der "DNA-Text" des Events. Er beschreibt den gesamten Prozess und ermöglicht die Selbstorganisation. Du kannst dir einfach eine Vorlage von einem vergangenen Event kopieren und anpassen. Hier sind die wichtigsten Bausteine:
- Die Einladung (Der Kopf): Gestalte den Anfang liebevoll mit einem schönen Bild, dem Titel, den Eckdaten (Wann, Wo, Preis) und einem Link zur Telegram-Gruppe. Erkläre mit herzlichen Worten die Vision des Wochenendes.
- Anmeldevereinbarung & Anmeldung: Hier schaffst du Verbindlichkeit. Wichtige Punkte sind:
- Storno-Regeln: Z.B. bis eine Woche vorher kostenlos, danach 50 % des Preises.
- Telegram-Pflicht: Alle Teilnehmer müssen der Telegram-Gruppe beitreten. Das ist entscheidend für die Kommunikation und Sicherheit.
- Komplett dabei sein: Wer nur teilweise teilnehmen kann, rutscht auf der Anmeldeliste nach hinten, da der geschlossene Gruppenprozess für uns sehr wertvoll ist.
- Orgateam & Rollen: Das ist der Bereich, in dem du Verantwortung teilst! Hier können sich die Teilnehmer für verschiedene Aufgaben eintragen. Wer früh eine Rolle übernimmt, bekommt sicher einen Platz. Das entlastet dich und stärkt das Wir-Gefühl.
- Workshops: Das ist die offene Plattform, das Herzstück des Wochenendes. Jeder ist eingeladen, hier eigene Workshops anzubieten. Deine Aufgabe ist es, diesen Raum zu schaffen und die Menschen zu ermutigen, sich einzubringen.
- Programmplan: Ein grober Zeitplan gibt Orientierung. Wichtig sind feste Blöcke für Mahlzeiten, Workshops und vor allem ein gemeinsamer Start- und Abschlusskreis.
- Mitfahrbörse & Anfahrt: Ein praktischer Service, der die Gemeinschaft schon vor dem Start stärkt.
Das Orgateam: Verantwortung auf vielen Schultern
Du musst nicht alles alleine machen! Das Google-Doc listet etwa 20 verschiedene Organisationsrollen auf, die von den Teilnehmern übernommen werden können. Hier sind einige der wichtigsten:
- Hauptorga (Das bist du, vielleicht mit 1-2 anderen): Du hältst die Fäden zusammen, mietest die Hütte, erstellst das Google-Doc und baust das Orgateam auf.
- Essens-Koordination & Einkauf: Eine der größten und wichtigsten Aufgaben! Die Rezepte müssen geplant, auf die Teilnehmerzahl skaliert und die Zutaten bestellt oder eingekauft werden.
- Moderation Workshops & Essensorga: Diese Person moderiert vor Ort die Workshop-Vorstellungen, teilt die Räume zu und organisiert die Küchenhelfer. Das ist eine sehr zentrale Rolle für den Flow des Wochenendes.
- Timekeeper: Sorgt mit einer Klangschale oder Musik dafür, dass der Zeitplan eingehalten wird und alle pünktlich zu den Programmpunkten kommen.
- Videographin: Fängt die magischen Momente mit dem Handy ein, um später ein schönes Erinnerungsvideo zu erstellen.
Die Einladung: Den Funken überspringen lassen
Wie kommen die Leute zu deinem Event? Fast ausschließlich über persönliche Einladungen. Die schönste Art, jemanden einzuladen, ist nicht zu fragen: "Willst du mitkommen?", sondern zu erzählen, was diese Gemeinschaft für dich bedeutet. Teile deine Begeisterung, deine Geschichte. Die Menschen, die dafür eine Resonanz spüren, werden neugierig.
Vor Ort: Den Raum halten
Deine Hauptaufgabe während des Wochenendes ist es, den Rahmen zu halten, den du geschaffen hast.
- Der Startkreis: Dies ist ein heiliger Moment. Hier kommt die Gruppe zum ersten Mal zusammen. Nimm dir Zeit, jeden willkommen zu heißen, den Ablauf transparent zu machen und die Gruppe mit ein paar Kennenlernspielen aufzuwärmen.
- Sei präsent: Gehe mit gutem Beispiel voran. Sei offen, nimm an Workshops teil, hilf in der Küche, sprich mit neuen Leuten. Deine Energie prägt die Atmosphäre.
- Der Abschlusskreis: Genauso wichtig wie der Anfang. Hier wird das Erlebte geteilt, Dankbarkeit ausgedrückt und der Raum gemeinsam geschlossen.
Nach dem Event: Die Ernte einfahren
Auch nach dem Wochenende gibt es noch ein paar Dinge zu tun:
- Finanzen: Sammle das Geld ein und erstelle eine transparente Endabrechnung.
- Kommunikation: Die Telegram-Gruppe bleibt oft noch Wochen aktiv für den Austausch von Dankbarkeit, starken Gefühlen oder zur Planung nächster Treffen.
- Dokumentation: Sammle die Videos und Fotos, gib den Teilnehmern die Möglichkeit zur Zensur und teile dann das fertige Erinnerungsvideo mit der Gruppe.
Liebe/r Freund/in, das war jetzt eine ganze Menge, ich weiß. Aber lass dich davon nicht einschüchtern. Sieh es als einen Baukasten, aus dem du dir das nehmen kannst, was sich für dich stimmig anfühlt. Jedes We Space Wochenende ist ein einzigartiges Abenteuer, auch für die Organisatoren. Du wirst wachsen, lernen und eine unglaubliche Fülle an Verbundenheit und Freude ernten.
Wenn du weitere, ganz konkrete Fragen hast, zögere nicht. Ich bin da für dich. Trau dich, den ersten Schritt zu machen. Die Gemeinschaft wird dich tragen.
Wie schön, dass du dich meldest und diese wichtige Rolle in deiner Encountergruppe übernehmen möchtest. Es ist eine unglaublich wertvolle und zugleich herausfordernde Aufgabe, einen Raum für authentische Begegnung zu halten. Aber keine Sorge, du bist damit nicht allein. Aus meiner jahrelangen Erfahrung kann ich dir sagen: Das Wichtigste ist nicht Perfektion, sondern eine liebevolle und klare Haltung.
Ich habe dir hier die zentralen Anregungen aus unserem "Moderationsleitfaden" zusammengestellt, die sich in unserer Gemeinschaft über viele Jahre bewährt haben. Sie sollen dir als eine Art Kompass dienen.
1. Deine Grundhaltung als Moderator*in
Alles beginnt mit deiner inneren Haltung. Sie ist das Fundament, auf dem der ganze Abend ruht. Denk dabei an verschiedene Ebenen:
- Du für den Prozess: Sei neugierig, forschend und ergebnisoffen. Du musst nicht wissen, was am Ende herauskommt. Deine Aufgabe ist es, den Prozess zu begleiten. Sei dabei geduldig, aber auch wendig und flexibel, wenn die Situation es erfordert.
- Du in deiner Rolle: Sei dir deiner Rolle als Moderator*in bewusst, aber bleibe dabei flexibel. Es ist deine Aufgabe, Grenzen zu setzen (z. B. beim Zeitmanagement), aber auch, die Führung abzugeben, wenn es sich richtig anfühlt.
- Du für dich selbst: Achte gut auf dich! Sei authentisch, sorge für deine eigenen Ressourcen und sei dir deiner eigenen Energie bewusst. Nur wenn du gut für dich selbst sorgst, kannst du auch für die Gruppe da sein.
- Du für die anderen: Deine Haltung den Teilnehmern gegenüber sollte von Einfühlungsvermögen, Wertschätzung und Respekt geprägt sein. Begegne allen auf Augenhöhe, sei berührbar und unterstützend, aber bleibe dabei wertungsfrei und neutral.
- Dein Auftreten: Für die Gruppe ist es hilfreich, wenn du transparent, klar und einschätzbar bist.
2. Die richtige Vorbereitung
Eine gute Vorbereitung nimmt dir viel Stress und gibt der Gruppe Sicherheit.
- Schaffe Klarheit im Vorfeld: Stelle sicher, dass alle organisatorischen Dinge vor der Session geklärt sind. Dazu gehören der genaue Ort, der Zeitraum, der grobe Ablauf und die Erwartungen an die Teilnehmer.
- Nutzt ein gemeinsames Manifest: Das mächtigste Werkzeug für Klarheit ist ein gemeinsam verabschiedetes Manifest. Wenn alle die "Spielregeln" kennen und akzeptiert haben, vermeidet das endlose Diskussionen über den Prozess und ihr könnt euch auf die Begegnung konzentrieren.
- Hab ein "Buffet" an Formaten im Kopf: Du musst keinen starren Plan haben, aber es hilft, eine Auswahl an möglichen Formaten oder Impulsen parat zu haben. So kannst du spontan das auswählen, was gerade am besten zur Stimmung in der Gruppe passt.
3. Intuitiv und empathisch improvisieren
Der beste Plan kann sich im Moment als unpassend herausstellen. Deshalb ist die Fähigkeit zu improvisieren eine der wichtigsten Gaben einer guten Moderation.
- Spüre in die Gruppe hinein: Nimm dir zu Beginn und an Übergängen im Prozess einen Moment Zeit, um ganzheitlich in die Situation hineinzuspüren. Was braucht die Gruppe gerade? Wo liegt die Energie?
- Frage nach Bedürfnissen: Wenn du unsicher bist, frage nach Impulsen oder Bedürfnissen aus der Gruppe. Gib dabei aber gleichzeitig das Gefühl von Sicherheit und Klarheit in der weiteren Gestaltung.
- Sei transparent mit deiner Unsicherheit: Wenn du selbst mal den Faden verlierst, ist es völlig in Ordnung, das anzusprechen, die Gruppe einzubeziehen und eventuell sogar die Moderation für einen Moment abzugeben.
4. Empowerment – Andere zur Moderation einladen
Du musst nicht alles alleine machen! Eine der schönsten Aufgaben ist es, andere zu ermächtigen und in die Moderation einzubeziehen.
- Gib die Moderation selektiv ab: Biete anderen an, Teile der Moderation zu übernehmen und unterstütze sie dabei. Das stärkt nicht nur die einzelnen Personen, sondern macht die ganze Gruppe resilienter.
- Erlaube Fehler: Sei nachsichtig, wenn jemand in der Moderationsrolle noch unsicher ist. Jeder Fehler ist eine Lernchance für die ganze Gruppe.
5. Prozesssicherung und der Umgang mit Krisen
Manchmal wird es hitzig oder ein Prozess gerät ins Stocken. Auch dafür solltest du gewappnet sein.
- Greife notfalls ein: Halte dir die Möglichkeit zur Intervention offen. Wenn es nötig ist, hole dir die Moderationsrolle empathisch, aber entschieden zurück, um den Gesamtprozess zu schützen.
- Bei einem "Crash": Wenn die Gruppendynamik heiß läuft oder Konflikte eskalieren, unterbrich den Prozess aktiv. Initiiere eine Pause, gib allen Zeit zum Abkühlen und versuche dann, mit einer frischen und konstruktiven Haltung neu anzusetzen.
- Selbstschutz bei Eskalation: Wenn eine Situation für dich oder andere gefährlich wird, sei bereit, den Prozess loszulassen und dich oder andere geordnet aus der Situation zu nehmen. Biete gegebenenfalls externe Hilfe an.
6. Die Kraft der Co-Moderation
Aus meiner Erfahrung ist das eine der besten Erfindungen überhaupt. Da du in einer Encountergruppe immer eine Doppelrolle als Moderator*in und Teilnehmer*in hast, kann es passieren, dass du emotional zu stark involviert wirst.
- Sichert euch gegenseitig ab: Wenn du emotional beteiligt bist und deine Neutralität verlierst, kann ein Co-Moderator spontan übernehmen. Das entlastet dich enorm und sichert den Prozess für die Gruppe. Besprecht am besten schon vorher, dass ihr euch gegenseitig unterstützt.
Denk immer daran: Moderation ist eine Kunst, kein Handwerk. Es geht darum, mit dem Herzen dabei zu sein, auf die eigene Intuition zu vertrauen und einen Raum zu halten, in dem sich Menschen sicher genug fühlen, um sich authentisch zu zeigen.
Wenn du weitere Fragen hast oder über eine konkrete Situation sprechen möchtest, melde dich jederzeit.
Das Tribe Starter Manifest ist das Herzstück unserer Gemeinschaft. Sieh es weniger als starres Regelwerk, sondern vielmehr als eine Art lebendige "DNA". Es ist unser gemeinsamer Leitfaden, der beschreibt, wie wir miteinander in Verbindung gehen, wachsen und unsere Gemeinschaft gestalten. Es ist ein dynamischer Text, der sich mit uns weiterentwickelt.
Hier fasse ich dir die wichtigsten Punkte zusammen:
1. Grundvision und Kernprinzipien
- Zweck: Das Manifest beschreibt, wie die zentrale Gruppe, der "Inner Circle", eine Serie von offenen Workshopwochenenden mit einer Szene von geschlossenen Encountergruppen verbindet.
- Biologische Metaphern: Die Gemeinschaft orientiert sich an Prinzipien der Biologie. Begriffe wie
- Gemeinschaft statt Events: Es wird klar unterschieden, dass Tribe Starter eine Gemeinschaft ist, in der es um langfristige Verbindungen und persönliches Engagement geht – und nicht nur eine Reihe von unverbindlichen Events.
- Selbstkostenprinzip: Alles wird nicht-kommerziell organisiert. Die Kosten werden geteilt, niemand verdient daran.
DNA (das Manifest selbst), Zellwand (Schutz und selektiver Einlass in die Gruppe) und Zellteilung (Wachstum und Umgang mit Vielfalt) sind zentral.
2. Der Inner Circle: Das Herzstück in der Praxis
Der "Inner Circle" ist eine spezielle, auf Wachstum ausgerichtete Encountergruppe ("Vital-Encountergruppe"). Das Manifest beschreibt den Ablauf einer typischen Session sehr genau, um einen sicheren und vertrauten Rahmen zu schaffen:
- Ankommen & Start (ab 11:00 Uhr): Der Tag beginnt mit einem gemeinsamen Frühstück.
- Check-in-Runde: Jeder teilt kurz mit, wie es ihm gerade geht.
- Aufwärmrunde "Lebensgeschichten": In kurzen 3-Minuten-Episoden erzählen die Teilnehmer etwas aus ihrem Leben, um miteinander warm zu werden.
- "Anliegen-Buffet": Jeder kann ein persönliches Thema vorstellen, das er gerne besprechen würde, was den Boden für tiefere Gespräche bereitet.
- Anliegen-Runden in Kleingruppen (ab 13:30 Uhr): In kleineren, sympathiebasierten Gruppen (5-7 Personen) bekommen einzelne Teilnehmer Zeit, ihr Anliegen zu erzählen und Feedback zu erhalten.
- Abschlussrunde (19:00 Uhr): Alle kommen wieder zusammen, um Erlebnisse zu teilen und den Tag gemeinsam abzurunden.
3. Teilhabe, Commitment und Wachstum
Das Manifest legt Wert darauf, dass die Gruppe durch das Engagement aller Mitglieder lebendig bleibt:
- Commitment-Erwartung: Um die Energie der Gruppe hochzuhalten, wird von Mitgliedern eine durchschnittliche Teilnahme von mindestens 50 % erwartet.
- Energetischer Beitrag: Alle Mitglieder sollen sich aktiv einbringen (z.B. durch Moderation, Kochen, Organisation), um ein "energetisches Leck" zu vermeiden, bei dem sich Einzelne auf den Aufwänden anderer ausruhen.
- Gäste einladen (Friends-of-Friends-Prinzip): Das Wachstum geschieht hauptsächlich dadurch, dass aktive Mitglieder ihre Freunde und Bekannte einladen. Gäste sind wichtig, um die Gemeinschaft zu beleben und wachsen zu lassen.
- Zwei Arten von Gruppen: Es wird zwischen der Vital-Encountergruppe (wie dem Inner Circle, ausgerichtet auf Wachstum und Zellteilung) und der Trust-Encountergruppe (ausgerichtet auf tiefes, beständiges Vertrauen in einem geschlossenen Kreis) unterschieden.
4. Umgang mit Vielfalt und Konflikten: Zellteilung statt Abstimmung
Das ist der vielleicht revolutionärste Teil des Manifests. Anstatt Konflikte und unterschiedliche Bedürfnisse durch Mehrheitsabstimmungen zu lösen, was oft zu Frustration führt, nutzt die Gemeinschaft biologische Prinzipien:
- Zellteilung: Wenn der Inner Circle durch neue Mitglieder zu groß wird, teilt er sich auf organische Weise. Ein neues Gründerteam bildet sich und startet eine zweite Gruppe mit einer leicht angepassten "DNA". Das ursprüngliche Team unterstützt diesen Prozess wie Eltern ihre Kinder ("Brutpflege"). So kann die Gemeinschaft wachsen, ohne ihre Lebendigkeit zu verlieren.
- Polarisation: Dieser Mechanismus ersetzt klassische Gruppenabstimmungen. Wenn es unüberbrückbaren Dissens gibt (z.B. über eine Regeländerung), können sich die Mitglieder um zwei Pole (z.B. die alte und eine neue Regel) gruppieren. Bei der nächsten Zellteilung landen diese beiden Gruppen dann in getrennten "Zellen". So entsteht Vielfalt statt Zwangsnormierung, und Machtkämpfe werden vermieden.
Zusammenfassend ist das Manifest also eine dynamische Anleitung, die Sicherheit und Klarheit schafft, aber gleichzeitig auf Initiative, Selbstverantwortung und organischem Wachstum basiert. Es ist das Werkzeug, das uns hilft, eine lebendige, sichere und sich ständig weiterentwickelnde Gemeinschaft zu sein.
Ich hoffe, das gibt dir einen guten Überblick! Frag ruhig weiter, wenn dich ein Punkt besonders interessiert.
Wie schön, dass du dich mit dem Gedanken trägst, deiner Encountergruppe einen festeren Rahmen zu geben. Das ist ein wichtiger Schritt, der unglaublich viel Gutes bewirken kann. Aus meiner Erfahrung kann ich sagen: Ein Manifest ist eines der kraftvollsten Werkzeuge, um einer Gruppe Stabilität und Tiefe zu verleihen. Aber wie bei allem im Leben gibt es auch hier zwei Seiten der Medaille.
Gerne teile ich meine Gedanken zu den Vor- und Nachteilen eines Manifests mit dir.
Vorteile eines Manifests
Ein Manifest ist wie das gemeinsame Fundament, auf dem euer Haus der Begegnung sicher stehen kann. Es schafft Klarheit und Verbindlichkeit, was gerade in intensiven Gruppenprozessen enorm wichtig ist.
- Schafft Klarheit und Sicherheit: Ein Manifest legt die "Spielregeln" für alle transparent fest. Jeder weiß, was erwartet wird und worauf man sich einlässt. Das reduziert Missverständnisse und schafft einen sicheren Raum, in dem sich Vertrauen viel leichter entfalten kann. Wenn alle wissen, dass ihr "Handball spielt und nicht Fußball", kann man sich voll und ganz auf das Spiel einlassen.
- Stabilisiert den Gruppenprozess: Gruppen neigen dazu, ohne einen klaren Rahmen instabil zu werden oder an Energie zu verlieren. Ein Manifest wirkt wie ein Anker, der den Prozess auch in stürmischen Zeiten stabil hält. Es hilft, die Gruppe vor den individuellen Interessen einzelner zu schützen, die den Prozess sonst schwächen könnten.
- Fördert Verbindlichkeit (Commitment): Indem ihr gemeinsam festlegt, was ihr voneinander erwartet (z.B. eine Teilnahme von mindestens 50%), stärkt ihr das gegenseitige Commitment. Diese Verbindlichkeit ist oft der entscheidende Faktor, warum Encountergruppen langfristig erfolgreich sind und nicht zerfallen.
- Vermeidet ständige Grundsatzdiskussionen: Wenn die grundlegenden Regeln einmal geklärt sind, müsst ihr nicht bei jeder Session wieder über organisatorische Dinge verhandeln. Das spart enorm viel Energie, die ihr stattdessen für die eigentliche Begegnung und die tiefen Gespräche nutzen könnt.
- Stärkt die Identifikation: Ein selbst geschriebenes Manifest wird zu eurem Text. Es spiegelt eure gemeinsamen Werte wider und stärkt das "Wir-Gefühl". Es wird zu eurer gemeinsamen "DNA", die den sozialen Organismus eurer Gruppe lebendig hält.
Nachteile eines Manifests
Natürlich kann das Erstellen und Leben eines Manifests auch herausfordernd sein. Es ist wichtig, diese Aspekte im Blick zu haben und achtsam damit umzugehen.
- Gefahr der Erstarrung: Ein Regelwerk kann, wenn es zu starr gelebt wird, die Spontaneität und Lebendigkeit einschränken. Es ist wichtig, das Manifest als lebendiges Dokument zu betrachten, das sich mit der Gruppe weiterentwickeln darf.
- Aufwand bei der Erstellung: Sich auf gemeinsame Regeln zu einigen, kostet Zeit und Energie. Es kann zu intensiven Diskussionen und sogar zu Konflikten kommen, bis ein Konsens gefunden ist, der für alle passt. Hier ist Geduld und die Bereitschaft zu Kompromissen gefragt.
- Potenzial für Ausschlüsse: Ein Regelwerk, das Verbindlichkeit einfordert, bedeutet im Umkehrschluss auch, dass es Konsequenzen geben kann, wenn sich jemand nicht daran hält. Die Angst vor einem möglichen Ausschluss kann für manche eine Hürde sein, sich auf einen solchen Prozess einzulassen.
- Herausforderung bei der Anpassung: Auch wenn das Manifest veränderbar sein sollte, können Regeländerungen in der Gruppe aufwendig sein, besonders wenn Einstimmigkeit erforderlich ist. Das kann die Anpassungsfähigkeit der Gruppe verlangsamen.
Mein Fazit für dich:
Die Vorteile eines Manifests überwiegen die Nachteile bei Weitem, solange ihr es als das begreift, was es ist: Ein lebendiges Werkzeug, das euch dienen soll, und kein starres Gesetz. Die anfängliche Investition an Zeit und Energie zahlt sich um ein Vielfaches aus, weil sie euch einen stabilen und vertrauensvollen Raum schenkt, in dem echte, tiefe Begegnung erst möglich wird. Ohne ein Manifest tendieren Encountergruppen erfahrungsgemäß leider oft zur Stagnation oder zerfallen bei der ersten größeren Herausforderung.
Was sind denn die spezifischen Punkte, bei denen du dir unsicher bist? Oder welche Herausforderungen siehst du gerade in deiner Gruppe? Erzähl doch mal, dann können wir da gerne noch tiefer einsteigen!
Hallo, danke für deine Offenheit und dein Vertrauen. Das Gefühl, das du beschreibst, kenne ich nur zu gut. Es ist die Stimme des Respekts vor der Aufgabe, und es ist ein Zeichen dafür, dass du es gut machen möchtest. Das ist eine wunderbare Ausgangslage! Fast jeder, der etwas Bedeutungsvolles in die Welt bringen will, kennt diesen Moment des Zögerns.
Du musst das nicht alleine schaffen. Gemeinschaft entsteht, indem man sich Unterstützung sucht. Das ist bereits der erste Schritt, den du gerade tust. Lass uns gemeinsam ein paar Wege anschauen, wie du den Start für dich leichter und freudvoller gestalten kannst. Sieh es als ein Buffet an Möglichkeiten, aus dem du dir das nimmst, was sich für dich am besten anfühlt.
1. Finde einen Komplizen (Co-Creation)
Das ist die direkteste und wirkungsvollste Methode gegen das Gefühl, allein zu sein. Suche dir eine Person, mit der du dieses Abenteuer gemeinsam starten willst.
- Wer könnte das sein? Ein Freund oder eine Freundin, die eine ähnliche Sehnsucht hat? Jemand aus einem anderen Event, bei dem du eine gute Verbindung gespürt hast?
- Die Vorteile sind riesig:
- Geteilte Last: Alle organisatorischen Aufgaben liegen auf vier Schultern statt auf zwei.
- Emotionale Unterstützung: Ihr könnt euch gegenseitig motivieren, Zweifel besprechen und Erfolge feiern.
- Mehr Ideen: Vier Augen sehen mehr als zwei. Ihr könnt gemeinsam brainstormen und die besten Ideen finden.
- Es macht mehr Spaß! Die Vorfreude und der Prozess selbst werden zu einem gemeinschaftlichen Erlebnis.
2. Fange kleiner an, als du denkst (Das Experiment)
Der Gedanke an ein "Serienevent" kann lähmend sein, weil er so eine große Verpflichtung impliziert. Was, wenn du den Druck rausnimmst und es als ein einmaliges Experiment deklarierst?
- Nenne es einen "Prototyp" oder ein "Kennenlerntreffen". Lade 5-10 Leute, denen du vertraust, zu einem einzigen Abend ein. Der Titel könnte lauten: "Lasst uns gemeinsam einen We Space ausprobieren."
- Der Vorteil: Die Erwartungshaltung ist eine ganz andere. Es geht nicht darum, etwas Perfektes abzuliefern, sondern darum, gemeinsam zu lernen. Nach diesem Abend kannst du die Teilnehmer fragen: "Wie war das für euch? Habt ihr Lust auf mehr?" So entsteht die Serie nicht aus deinem Druck heraus, sondern aus dem Wunsch der Gruppe.
3. Nutze, was schon da ist (Die DNA-Texte)
Du musst das Rad nicht neu erfinden. In der "Tribe Starter - Knowledgebase", die du ja hast, findest du fertige Manifeste und DNA-Texte. Das ist pures Gold!
- So gehst du vor: Nimm dir eines dieser Manifeste als Grundlage für dein erstes Treffen. Es gibt dir eine Struktur und einen fertigen Rahmen für den Abend. Du musst nicht alles selbst moderieren, sondern kannst sagen: "Lasst uns heute mal nach diesem bewährten Ablauf vorgehen."
- Der Vorteil: Das gibt dir eine enorme Sicherheit. Der Rahmen ist erprobt und funktioniert. Du kannst dich darauf verlassen und dich mehr auf die Menschen und die Atmosphäre konzentrieren, anstatt dir Sorgen um den "richtigen" Ablauf zu machen.
4. Mach deine Unsicherheit zum Teil des Events
Authentizität ist der Schlüssel zu echter Verbindung. Du musst nicht als perfekter, allwissender Host auftreten. Im Gegenteil!
- Sei offen: Beginne den Abend ehrlich. Du könntest etwas sagen wie: "Ich bin total aufgeregt, weil mir dieser Raum am Herzen liegt und es das erste Mal für mich ist. Ich freue mich, das heute mit euch gemeinsam zu wagen."
- Der Vorteil: Das schafft sofort eine Verbindung und eine Atmosphäre, in der sich auch andere trauen, verletzlich und echt zu sein. Du gibst ihnen die Erlaubnis, ebenfalls nicht perfekt sein zu müssen. Das ist die Essenz eines We Space.
Erinnere dich an den Funken, der dich auf diese Idee gebracht hat. Diese Begeisterung, dieser Wunsch nach tieferer Verbindung – das ist dein stärkster Motor. Du musst nicht perfekt sein. Du musst nur den ersten, kleinen, mutigen Schritt machen.
Welche dieser Anregungen spricht dich am meisten an? Womit könntest du dir vorstellen, anzufangen? Lass uns gerne den nächsten kleinen Schritt gemeinsam durchdenken. Du bist auf dem absolut richtigen Weg!
Ah, eine exzellente und sehr wichtige Frage! Die Absicherung derjenigen, die ihre Energie und Initiative in die Gemeinschaft einbringen, ist das A und O für nachhaltige Lebendigkeit. Ein Anbieter, der durch sein Engagement finanzielle oder rechtliche Nachteile fürchten muss, wird schnell die Freude am Gestalten verlieren. Aus diesem Grund haben wir bei We Space über die Jahre hinweg sehr konkrete Werkzeuge entwickelt, um genau diese Risiken aufzufangen und auf die Gemeinschaft zu verteilen.
Hier sind die zentralen Instrumente, die wir dafür nutzen, um die Risiken für Anbieter von Serienevents wie den Workshopwochenenden praktisch auf Null zu reduzieren:
Finanzielle Risiken:
- Der Finanzpuffer (Risikoschutz): Das ist unser wichtigstes Instrument.
- Zweck: Der Finanzpuffer dient vor allem dem Risikoschutz der Initiatoren von Workshopwochenenden. Wenn ein Organisator zum Beispiel eine Hütte für 1.500 € mietet und am Ende weniger Teilnehmer kommen als erwartet, fängt der Puffer die finanziellen Verluste auf. So bleibt niemand auf den Kosten sitzen.
- Funktionsweise: Bei den Events wird in der Regel ein kleiner Überschuss einkalkuliert, der in diesen Puffer fließt. Wer ein Event organisieren möchte, kann vorher beim Pufferverwalter den Risikoschutz beantragen und spricht die Preisgestaltung ab, um sicherzustellen, dass der Puffer nachhaltig zur Verfügung steht.
- Verwaltung: Seit 2009 wird dieser Puffer auf Vertrauensbasis von Caro verwaltet. Um die Verantwortung zu teilen und mehr Autonomie zu schaffen, wurde Ende 2024 entschieden, den Puffer zu teilen und eine zweite Person für die Pufferverwaltung des "We Space Classic"-Raums zu suchen.
- Das Selbstkostenprinzip und transparente Preisgestaltung:
- Wir sind eine nicht-kommerzielle Gemeinschaft. Alles wird nach dem Selbstkostenprinzip organisiert, niemand erzielt einen persönlichen Gewinn. Diese Transparenz schafft Vertrauen und verhindert von vornherein wirtschaftliche Schieflagen.
- Die Eventpreise werden so kalkuliert, dass sie die Kosten (Miete, Essen etc.) decken und einen kleinen Beitrag für den Finanzpuffer leisten.
- Faire Stornierungsregeln:
- Um kurzfristige Absagen aufzufangen, die zu finanziellen Lücken führen könnten, gibt es klare Stornobedingungen. Beispielsweise kann man bis eine Woche vor dem Event kostenlos absagen, danach werden 50% des Preises fällig. Das sorgt für Verbindlichkeit bei den Teilnehmern und schützt die Organisatoren.
Rechtliche Risiken:
- Die We Space Eventversicherung:
- Aus dem Finanzpuffer werden auch laufende Kosten wie die We Space Eventversicherung bezahlt. Diese Haftpflichtversicherung schützt die Veranstalter, falls während eines Events etwas passiert (z.B. Unfälle).
- Organisatoren, die ein Event als Privatveranstaltung deklarieren, sind durch eine normale Haftpflichtversicherung gut geschützt. Die Gemeinschaftsversicherung bietet hier eine zusätzliche Sicherheitsebene. Nur wer auf der Versicherungsliste steht, kann offiziell als Haupt-Orga vor Ort agieren.
- Das Angebotsprinzip und klare Verantwortlichkeiten:
- Jedes We Space Event muss klar als solches gekennzeichnet sein und es muss immer mindestens ein Hauptveranstalter sichtbar sein, der sich rechtlich verantwortlich zeichnet.
- Dadurch, dass Events als Angebote von Initiatoren verstanden werden, die die Teilnehmer freiwillig annehmen, wird die Haftung klarer strukturiert. Die Teilnehmer stimmen mit ihrer Anmeldung den in der Einladung (dem "DNA-Text") beschriebenen Regeln und Rahmenbedingungen zu.
- Transparenz bei risikoreichen Formaten:
- Bei Intensiv-Events, bei denen ein erhöhtes Risiko für die Teilnehmer bestehen könnte (z. B. durch intensive körperliche oder seelische Workshops), muss eine öffentlich sichtbare Beschreibung existieren. Diese klärt detailliert über die Risiken und die getroffenen Sicherheitsmaßnahmen auf. Das stellt sicher, dass alle Teilnehmer selbstverantwortlich entscheiden können und die Anbieter ihrer Sorgfaltspflicht nachkommen.
Zusammenfassend kann man sagen: Wir haben ein robustes System aus Finanzpuffer, Versicherung, klaren Regeln und dem Prinzip der geteilten Verantwortung geschaffen. Diese Werkzeuge entlasten die Anbieter von Serienevents enorm und ermöglichen es ihnen, sich auf das zu konzentrieren, was wirklich zählt: kreative und lebendige Begegnungsräume zu schaffen. So stellen wir sicher, dass die Initiative und das Engagement der Einzelnen geschützt und gefördert werden, anstatt durch Sorgen und Risiken erstickt zu werden.
Hast du dazu noch weitere Fragen oder möchtest du wissen, wie du diese Werkzeuge für deine eigene Initiative nutzen kannst? Frag einfach weiter!
Es freut mich sehr, dass du dich auf den Weg machen möchtest, eine Stadtgemeinschaft zu entfalten. Das ist ein unglaublich lohnendes Unterfangen. Die richtige innere Haltung ist dabei das A und O. Sie ist das Fundament, auf dem alles Weitere aufbaut. Aus meinen Erfahrungen habe ich die wichtigsten Aspekte für dich zusammengefasst:
Die grundlegende Haltung für den Anfang
Alles beginnt mit dem Wunsch nach mehr Verbindung und dem Entschluss, aktiv dafür etwas zu tun. Die Haltung, die dich durch diesen Prozess trägt, sollte folgende Punkte umfassen:
- Engagement und Geduld: Du solltest bereit sein, zu investieren, mehr zu geben als zu nehmen und geduldig zu sein, denn eine Gemeinschaft wächst langsam.
- Verantwortung und die Bereitschaft, Kontrolle abzugeben: Es geht darum, die Initiative zu ergreifen, aber gleichzeitig zu lernen, dem Prozess und den Menschen zu vertrauen. Das macht verletzlich, ist aber eine große Stärke.
- Vertrauensvorschuss und Offenheit: Du solltest bereit sein, dich auf ungewohnte menschliche Dynamiken einzulassen und anderen Menschen einen Vertrauensvorschuss zu geben.
- Fehlertoleranz und Vergebung: Sei nachsichtig mit dir und anderen. Die Bereitschaft, nach Verletzungen zu vergeben und immer wieder neu anzufangen, ist entscheidend.
- Geben statt Nehmen: Eine grundlegende Haltung sollte sein, das, was du selbst durch die Gemeinschaft als positiv erfährst, auch an deine Freunde und dein Umfeld weiterzugeben.
- Selbstverantwortung: In einer vitalen Gemeinschaft geschieht nichts von allein. Das Wichtigste ist, dass du aktiv und eigenverantwortlich die sozialen Räume nach deinen Bedürfnissen gestaltest, indem du Begegnungen anbietest und die Regeln der Gruppen, an denen du teilnimmst, mitgestaltest.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass eine förderliche Haltung investitionsbereit, authentisch, tolerant, gemeinschaftsinteressiert, berührbar, offen, vertrauensvoll, flexibel und verantwortungsvoll ist.
Die sozial balancierte Haltung in der Gemeinschaft
Wenn die Gemeinschaft wächst, hat sich eine Haltung bewährt, die wir "sozial balanciert" nennen. Sie vereint drei Kommunikationstechniken, die zu einer sehr konstruktiven und verbindenden Atmosphäre führen:
- Gewaltfreie Kommunikation: Hierbei geht es darum, mit gesteigerter Empathie zu kommunizieren, die Absichten des Gegenübers wohlwollend zu interpretieren und vor allem von den eigenen Gefühlen zu sprechen, anstatt kritische Aussagen über andere zu machen. Das hilft, Konflikte zu vermeiden.
- Radikale Ehrlichkeit: Dieses Prinzip ermutigt dazu, emotionale Masken so weit abzubauen, wie es der aktuellen Beziehungsrealität entspricht. Es geht darum, authentisch zu sein und Reibung dort zuzulassen, wo sie für alle Beteiligten nützlich ist.
- Konsequente Augenhöhe: Diese Haltung bedeutet, eine dynamische Balance zwischen den eigenen Bedürfnissen und den äußeren sozialen Anlässen zu finden. Statusrelationen werden dabei ignoriert und aktiv entwertet, sodass sich das gemeinsame Handeln an den tatsächlichen Bedürfnissen und authentischen Beziehungen orientieren kann.
Wenn du diese Haltungen verinnerlichst, schaffst du einen gesunden Nährboden für emotionale Nähe, Solidarität und eine hohe Lebensqualität im Miteinander. Es ist ein Weg, der Mut erfordert, aber unglaublich bereichernd ist.
Ich wünsche dir von Herzen alles Gute für dein Vorhaben! Wenn du weitere Fragen hast, bin ich jederzeit für dich da.
Eine sehr gute Frage, denn die Geschichte einer Gemeinschaft verrät viel über ihre Seele. Gerne erzähle ich dir, wie alles angefangen hat.
Die Wurzeln von We Space und der heutigen Tribe Starter Gemeinschaft liegen im Jahr 2006 und haben einen spielerischen Ursprung: Alles begann mit einer offenen Improtheatergruppe in München auf Selbstkostenbasis.
Der Gründer, Felix Schmidt, hatte damals die Idee, einen Raum zu schaffen, in dem sich Menschen frei und ohne finanzielle Hürden begegnen und kreativ ausdrücken können. Die Gruppe war von Anfang an auf Selbstorganisation ausgelegt und funktionierte nach dem "Initiativprinzip": Jeder, der eine Idee hatte, konnte diese einbringen und umsetzen.
Aus dieser Improtheatergruppe entwickelte sich über die Jahre eine immer größere und vielfältigere Gemeinschaft. Hier sind die wichtigsten Meilensteine dieser Entwicklung:
- 2006 - Die Anfänge: Gründung als offene Improtheatergruppe in München, basierend auf den Prinzipien der Selbstorganisation und Selbstkostenpreisen.
- Ab 2009 - Entstehung von "We Space": Der Begriff "We Space" wurde eingeführt, um den Kern der Gemeinschaftskultur zu beschreiben: den Raum für authentische Begegnung und gemeinsame Entwicklung. Fokus auf Begegnung: Es entwickelte sich ein wachsendes Bedürfnis nach tieferem, authentischem Austausch. Als Reaktion darauf organisierte die Gemeinschaft Encountergruppen und Encounter-Wochenenden und Workshopwochenenden offen für den weiteren Freundeskreis.
- Ab 2011 - Diversifizierung: Neben dem Theater entstanden viele weitere Interessengruppen. Dazu gehörten unter anderem eine Tanzvideogruppe und eine Schreibwerkstatt. Die Angebotsgemeinschaft. Um die wachsende Vielfalt von Angeboten einen Rahmen zu geben, wurde die "Angebotsgemeinschaft", ein erstes Manifest geschrieben. Der Fokus lag dabei darauf, die Teilnehmer zu aktiven Gestaltern zu machen.
- Ab 2023 - Tribe Starter. Mit einem Fokus auf Entfaltung der Gemeinschaft und einer multipolaren, diversen, vielzelligen Organisationsstruktur mit DNA, Zellteilung und Zellwand entstanden neue Serieneventreihen.
Im Grunde ist We Space also aus dem einfachen Wunsch heraus entstanden, einen lebendigen, nicht-kommerziellen Raum für Begegnung und gemeinsames Wachstum zu schaffen. Die Entwicklung von einer spielerischen Theatergruppe hin zu einer tiefgehenden Encounter-Gemeinschaft war ein organischer Prozess, der immer von den Bedürfnissen und Initiativen der Mitglieder selbst getragen wurde.
In den bisherigen Videopodcasts von "Tribe Starter - We Space" wurden verschiedene grundlegende Konzepte und organisatorische Aspekte der Gemeinschaft besprochen. Hier ist eine Zusammenfassung der zentralen Themen:
"Manifest von Encountergruppen"
Ein zentraler Podcast beschäftigt sich ausführlich mit dem Manifest, das als "DNA" der Encountergruppen dient. Die besprochenen Themen umfassen:
- Offene vs. geschlossene Gruppen: Die Unterschiede und jeweiligen Dynamiken.
- Vitalität und Initiativeprinzip: Wie Lebendigkeit in den Gruppen entsteht und die Bedeutung von Eigeninitiative für die Gestaltung.
- Klarheit und Konfliktvermeidung: Die Wichtigkeit von klaren Regeln, um Missverständnisse und Konflikte zu minimieren.
- Abstimmung und Polarisation: Wie Entscheidungen getroffen werden und wie sich Gruppen auf natürliche Weise entwickeln und aufteilen können.
- Commitment und soziale Passung: Die Bedeutung von Verbindlichkeit und wie wichtig es ist, dass Mitglieder gut zueinander passen.
- Rollen, Lebenszyklus und Organisation: Die verschiedenen Rollen innerhalb einer Gruppe, ihr natürlicher Lebenszyklus sowie praktische Aspekte wie Zeit, Ort, Geld und digitale Kommunikation.
Funktionsweise von "Tribe Starter - Inner Circle"
Ein weiterer Podcast erklärt die Funktionsweise der Gemeinschaft, insbesondere das Zusammenspiel der verschiedenen Formate aus der Perspektive eines neuen Teilnehmers. Die Themen sind:
- Die Erlebnisreise eines neuen Teilnehmers: Der Weg vom ersten Kontakt bis ins Herz der Gemeinschaft.
- Funktionsweise einer Encounter-Gruppe: Die Grundlagen und Ziele dieser Kerngruppen.
- Der Inner Circle: Was dieses spezielle Format ausmacht und wie es funktioniert.
- Ablauf einer Inner Circle Session: Ein detaillierter Einblick in einen typischen Begegnungstag.
- Zellteilung: Wie und warum sich der Inner Circle vervielfältigt, um zu wachsen.
- Workshop-Wochenenden: Die Bedeutung dieser größeren, offenen Events für die Gemeinschaft.
Zusätzlich gibt es einen spezifischen Audio-Podcast, der den detaillierten Ablauf einer einzelnen "Inner Circle Session" beschreibt.
Das ist eine fantastische Frage! Sie zielt genau auf das Herzstück unserer Denkweise. Wir verstehen unsere Gemeinschaft nicht als starren Verein oder als Organisation, sondern als einen lebendigen, sozialen Organismus. Genau wie die Natur Prinzipien für Wachstum, Schutz und Fortpflanzung hat, nutzen wir diese Metaphern, um unsere sozialen Prozesse zu gestalten. DNA, Zellwand und Zellteilung sind dabei die zentralen Bausteine. Lass sie uns Stück für Stück durchgehen.
Die DNA: Das Erbgut der Gruppe
Stell dir die DNA als das Manifest, das Regelwerk oder die 'Verfassung' einer Gruppe vor. So wie die biologische DNA die Bauanleitung für eine Zelle enthält, beschreibt ein "DNA-Text" die Prozesse, die eine Gruppe lebens- und entwicklungsfähig machen.
- Was ist das konkret? In der Praxis ist das oft ein Google Doc, das die Gruppe gemeinsam erstellt. Darin steht zum Beispiel:
- Die Intention der Gruppe.
- Regeln zu Commitment (z.B. Anwesenheitspflicht).
- Umgang mit Gästen, Finanzen und Rollen.
- Wie die Regeln geändert werden können.
- Was ist der Zweck? Die DNA schafft Klarheit und Sicherheit. Jeder weiß, worauf er sich einlässt. So wird verhindert, dass wertvolle Zeit bei Treffen für endlose Diskussionen über Grundlegendes verschwendet wird. Ein ganz entscheidender Aspekt ist, dass diese DNA kopiert, angepasst und "vererbt" werden kann. So können neue Gruppen auf bewährten Strukturen aufbauen und sich trotzdem individuell weiterentwickeln.
Die Zellwand: Die schützende Hülle
Die Zellwand (oder auch Zellmembran) ist eines der wichtigsten Instrumente zur Selbstregulation der Gruppe. Sie trennt das
Innen vom Außen und ist dabei selektiv durchlässig.
- Was ist das konkret? Die Zellwand beschreibt die Regeln, wer unter welchen Bedingungen an einem Event oder einer Gruppe teilnehmen darf. Das können ganz praktische Dinge sein wie:
- Ein Einladungsprozess, bei dem z.B. nur Freunde von Freunden eingeladen werden ("Friends-of-Friends-Einladeprozess").
- Die Notwendigkeit, sich in eine Anmeldeliste einzutragen.
- Die Möglichkeit, Teilnehmer bei Regelverstößen auch wieder auszuladen, um die Gruppe zu schützen.
- Was ist der Zweck? Die Zellwand schützt das "innere Milieu" der Gruppe vor Störeinflüssen. Sie sorgt dafür, dass ein sicherer, vertrauensvoller Raum entstehen kann, in dem sich die Teilnehmer öffnen können. Ohne diese schützende Hülle wäre der sensible Gruppenprozess äußeren Störungen ungeschützt ausgesetzt und könnte nicht gedeihen.
Die Zellteilung: Wachstum und Erneuerung
Die Zellteilung ist unser wichtigstes Prinzip für
organisches Wachstum, Vielfalt und Konfliktlösung. Genau wie eine biologische Zelle teilt sich eine Gruppe, wenn sie zu groß wird oder die inneren Spannungen (Polarisation) zunehmen.
- Was ist das konkret? Eine Gruppe, die auf Zellteilung ausgerichtet ist (eine sogenannte "vitale Encountergruppe"), nimmt aktiv Gäste auf und wächst. Mit der Zeit entwickeln sich oft unterschiedliche Bedürfnisse oder es kommt zu unlösbaren Konflikten zwischen Mitgliedern. Anstatt dass die Gruppe zerbricht, wird ein Teilungsprozess angestoßen:
- Es bildet sich ein neues Gründerteam.
- Dieses Team passt die bestehende DNA an die Bedürfnisse der neuen Gruppe an.
- Die Mitglieder verteilen sich auf die beiden entstehenden Gruppen, oft nach Sympathie und gemeinsamen Interessen.
- Was ist der Zweck? Die Zellteilung ermöglicht der Gemeinschaft, zu wachsen, ohne anonym oder unüberschaubar zu werden. Sie ist ein eleganter Mechanismus zur Konfliktlösung, da Teilnehmerpaare mit starken Differenzen sich entkoppeln und in getrennten, aber weiterhin funktionierenden Gruppen weiterentwickeln können. So entsteht langfristig ein vielfältiges und widerstandsfähiges Netzwerk von vielen unterschiedlichen, aber miteinander verbundenen Gruppen ("Zellen").
Zusammengenommen bilden diese drei Prinzipien die Basis für eine Gemeinschaft, die sich selbst organisiert, sich schützt und sich auf gesunde Weise erneuern und vermehren kann – ganz wie das Leben selbst.
Aus den vorliegenden Dokumenten geht hervor, dass hinter We Space eine soziale Vision steckt, die weit über das bloße Abhalten von Events hinausgeht. Es handelt sich um den Versuch, eine neue Form von Gemeinschaft zu etablieren, die sich an den Prinzipien des Lebens selbst orientiert – eine sogenannte Vitalgemeinschaft. Diese Vision lässt sich in mehreren Kernaspekten zusammenfassen.
Eine globale Gemeinschaft aus sich selbst organisierenden Zellen
Das zentrale Ziel ist es, eine globale, sich selbst organisierende Gemeinschaft aufzubauen, die auf Authentizität, persönlicher Entwicklung und tiefen menschlichen Verbindungen basiert. Anstatt auf zentrale Kontrolle oder hierarchische Strukturen zu setzen, organisiert sich die Gemeinschaft in kleinen, autonomen Gruppen (Encountergruppen), die als "Zellen" eines größeren sozialen Organismus verstanden werden.
Diese Zellen haben eine eigene "DNA" – ein Manifest oder Regelwerk, das ihre Funktionsweise beschreibt und von den Mitgliedern gemeinsam gestaltet wird. Diese DNA kann kopiert, angepasst und "vererbt" werden, was es neuen Gruppen ermöglicht, auf bewährten Prinzipien aufzubauen und sich dennoch individuell zu entwickeln.
Wachstum durch Zellteilung statt zentraler Steuerung
Ein revolutionärer Aspekt der Vision ist das Prinzip der Zellteilung. Wenn eine Gruppe zu groß oder ihre Interessen zu divers werden, teilt sie sich in zwei neue, eigenständige Gruppen auf. Dieser Mechanismus ermöglicht ein organisches, dezentrales Wachstum, das die Entstehung einer vielfältigen Landschaft von Gemeinschaften fördert, ohne dass eine zentrale Instanz dies steuern muss. So soll die Gemeinschaft in der Lage sein, "exponentiell" zu wachsen und ihre Kultur weltweit zu verbreiten.
Entkopplung von Gemeinschaft und Geldwirtschaft
We Space positioniert sich bewusst als Gegenmodell zu kommerzialisierten Selbstoptimierungs- und Eventkulturen. Alle Veranstaltungen werden nach dem
Selbstkostenprinzip organisiert, niemand verfolgt ein kommerzielles Eigeninteresse. Diese "Ökonomie des Gebens" soll sicherstellen, dass die Teilnahme nicht von finanziellen Möglichkeiten abhängt und der Fokus auf der menschlichen Begegnung bleibt, anstatt auf Profitmaximierung.
Das Initiativeprinzip als Motor der Gestaltung
Anstelle von demokratischen Abstimmungen, die oft als langwierig und kraftraubend empfunden werden, setzt die Gemeinschaft auf das
Initiativeprinzip. Wer eine Idee hat und die Verantwortung für deren Umsetzung übernimmt, darf den Prozess gestalten. Andere können dieses Angebot annehmen oder ablehnen. Dieses Prinzip fördert Eigenverantwortung, Kreativität und schützt die Motivation der engagierten Mitglieder, da sie nicht durch langwierige Konsensfindungsprozesse ausgebremst werden.
Eine Brücke zwischen Autonomie und Verbundenheit
Die Vision von We Space versucht, einen fundamentalen menschlichen Widerspruch aufzulösen: den Wunsch nach individueller Freiheit und Autonomie auf der einen und das tiefe Bedürfnis nach Verbindung und Zugehörigkeit auf der anderen Seite. Durch die Struktur von komplementären Gruppen – offene, auf Entwicklung ausgerichtete "Vital-Encountergruppen" und geschlossene, auf tiefes Vertrauen fokussierte "Trust-Encountergruppen" – soll jeder Teilnehmer eine Balance finden, die seinen aktuellen Bedürfnissen entspricht.
Ein sicherer Raum für Authentizität und Verletzlichkeit
Ein zentrales Anliegen ist die Schaffung von
sicheren Räumen, in denen sich Menschen authentisch und verletzlich zeigen können. Dies wird durch klare Manifeste, rotierende Leitungsrollen, Transparenz und eine Kultur der Zivilcourage angestrebt. Die Gemeinschaft thematisiert aktiv Risiken wie Machtmissbrauch, sexuelle Übergriffe oder die Entstehung von sektenhaften Strukturen und versucht, diesen durch ihre dezentrale Organisation entgegenzuwirken.
Zusammenfassend ist die soziale Vision von We Space der Aufbau eines globalen, dezentralen Netzwerks von Gemeinschaften, das auf den biologischen Prinzipien von Selbstorganisation, Anpassung und Reproduktion basiert. Es soll ein soziales Ökosystem entstehen, das dem modernen Menschen in einer oft anonymen und leistungsorientierten Welt wieder tiefere Verbindungen, Sinnhaftigkeit und persönliche Entfaltung ermöglicht.
Das ist eine der Herzensfragen unserer Gemeinschaft und sie trifft genau den Kern unserer Kultur. Es mag in unserer heutigen Welt fast schon revolutionär klingen, aber genau dieses Prinzip ist einer der Gründe, warum We Space so lebendig und authentisch ist. Lass es mich dir aus meiner Erfahrung heraus erklären.
Warum bei We Space niemand Geld verdient: Die Philosophie dahinter
Der Hauptgrund ist, dass wir bewusst einen nicht-kommerziellen Raum schaffen und schützen wollen. Sobald Geld als Verdienst ins Spiel kommt, verändern sich die Beziehungen und die Motivation fundamental.
- Authentizität und Vertrauen: In einem nicht-kommerziellen Raum begegnen wir uns von Mensch zu Mensch, nicht als Kunde und Dienstleister. Wenn jemand einen Workshop anbietet, dann tut er das aus innerem Antrieb, aus Freude am Thema und am Teilen – nicht, weil er etwas verkaufen muss. Das schafft eine unglaublich tiefe Vertrauensbasis. Du weißt, das Angebot ist ein Geschenk.
- Schutz vor Marktdynamiken: Ohne den Zwang, Geld verdienen zu müssen, gibt es keinen Wettbewerb, keine Werbung und keine Notwendigkeit, Angebote "marktfähig" zu machen. Ein Workshop muss nicht "profitabel" sein, er muss nur von Herzen kommen. Das befreit uns von enormem Druck und ermöglicht es, auch Nischenthemen oder experimentelle Formate anzubieten, die in einem kommerziellen Umfeld vielleicht keine Chance hätten.
- Gleichwertigkeit und Teilhabe: Das Prinzip stellt sicher, dass jeder, unabhängig von seinem finanziellen Hintergrund, sowohl teilnehmen als auch gestalten kann. Die Fähigkeit, einen Raum zu halten oder eine Idee einzubringen, wird nicht an einen beruflichen Status geknüpft. Jeder ist eingeladen, aus der Teilnehmerrolle in die Gestalterrolle zu wechseln. Das ist die Essenz unseres Initiativeprinzips.
Wir nennen dieses Fundament die "Ökonomie des Gebens". Es ist ein Wirtschaften, das nicht auf Geld, sondern auf freiwilligen Beiträgen, auf Geschenken von Zeit, Energie und Wissen basiert.
Wie das trotzdem funktionieren kann: Die praktischen Werkzeuge
Aber du hast völlig recht, eine schöne Idee allein trägt sich nicht. Es braucht eine stabile Struktur, damit dieses System nicht nur überlebt, sondern blüht. Und die haben wir über viele Jahre entwickelt:
- Das strikte Selbstkostenprinzip: Das ist die finanzielle Grundlage. Jedes Event ist so kalkuliert, dass es genau seine Kosten deckt (z.B. Miete für das Haus, Einkauf für das Essen). Niemand macht einen persönlichen Gewinn. Diese Transparenz ist entscheidend.
- Der Finanzpuffer als gemeinschaftliches Sicherheitsnetz: Das ist unser wichtigstes Werkzeug, um das System am Laufen zu halten. Wie schon besprochen, fängt der Puffer finanzielle Risiken für die Organisatoren auf. Dadurch wird es überhaupt erst möglich, ohne persönliches finanzielles Risiko die Initiative zu ergreifen und z.B. ein Haus für ein Wochenende zu mieten. Die Gemeinschaft als Ganzes trägt das Risiko, nicht der Einzelne.
- Intrinsische Motivation als "Währung": Die wichtigste Frage ist ja: Warum sollte jemand diesen Aufwand betreiben, wenn es kein Geld dafür gibt? Die Antwort ist, dass die "Bezahlung" in einer anderen Währung erfolgt, die oft viel erfüllender ist als Geld:
- Freude am Gestalten: Die pure Lust daran, eine Vision umzusetzen und einen Raum für Begegnung zu schaffen.
- Anerkennung und Dankbarkeit: Die Wertschätzung der Gemeinschaft ist ein unglaublich starker Motor.
- Persönliches Wachstum: Wer ein Event organisiert, lernt unglaublich viel über sich selbst, über Führung und über Zusammenarbeit.
- Tiefe Verbindung: Durch das gemeinsame Gestalten entstehen Freundschaften und ein starkes Gefühl der Zugehörigkeit.
- Selbstwirksamkeit: Zu erleben, dass die eigene Initiative Früchte trägt und das Leben anderer bereichert, ist zutiefst befriedigend.
Es funktioniert also, weil wir die finanzielle Motivation durch eine intrinsische, gemeinschaftsbasierte Motivation ersetzen und diese durch praktische Werkzeuge wie den Finanzpuffer und klare, transparente Regeln absichern.
Es ist ein radikaler und wunderschöner Gegenentwurf zur Logik des Marktes. Es schafft einen Raum, in dem wir uns erlauben können, einfach nur aus Freude und Verbundenheit zu handeln.
Gerne, hier erkläre ich dir das Initiativeprinzip, wie es in der Tribe Starter-Gemeinschaft verstanden und gelebt wird. Das Initiativeprinzip ist das zentrale Organisationsmotto von Tribe Starter und ersetzt traditionelle Methoden wie basisdemokratische Abstimmungen oder feste Hierarchien. Die Kernaussage lautet: "Initiative gestaltet". Das bedeutet, jeder, der motiviert ist und Verantwortung übernehmen möchte, kann aktiv werden und Begegnungsangebote schaffen, die die Gemeinschaft formen.
Wie funktioniert das Prinzip?
Man kann sich das Initiativeprinzip wie einen freien Marktplatz für Begegnungen vorstellen, auf dem es Anbieter und Teilnehmer gibt.
- Das Angebot: Eine Person oder eine kleine Gruppe (die "Anbieter") ergreift die Initiative und macht ein konkretes Angebot, zum Beispiel ein Workshop-Wochenende, eine Encountergruppe oder eine andere Aktivität.
- Die Gestaltung: Der Anbieter hat die Freiheit, die Regeln und den Rahmen für sein Angebot selbst zu gestalten. Diese "Spielregeln" werden auch als die "DNA" des Events bezeichnet.
- Annahme oder Ablehnung: Die potenziellen Teilnehmer können dieses Angebot nun annehmen oder ablehnen. Es gibt keine langen Diskussionen oder Abstimmungsprozesse über das Angebot selbst.
- Umsetzung: Finden sich genügend Teilnehmer, die das Angebot annehmen, kommt der Begegnungsraum zustande.
Dieser Mechanismus führt zu sogenannten Initiativhierarchien. Das sind keine festen Machtstrukturen, sondern dynamische Gefälle, bei denen diejenigen mehr Einfluss auf die Gemeinschaftskultur haben, deren Angebote häufiger angenommen werden.
Was sind die Vorteile und Ziele des Prinzips?
Das Initiativeprinzip bringt mehrere entscheidende Vorteile mit sich, die die Gemeinschaft lebendig und agil halten:
- Konfliktvermeidung: Langwierige und oft frustrierende Abstimmungsprozesse, bei denen eine Mehrheit über eine Minderheit entscheidet, werden vermieden. Wer mit einem Angebot nicht einverstanden ist, muss nicht dagegen ankämpfen, sondern kann einfach nicht teilnehmen oder ein eigenes, alternatives Angebot schaffen.
- Schutz der Motivation: Es schützt die Energie und Motivation der engagiertesten Mitglieder. Wer viel Energie investiert, wird nicht durch endlose Diskussionen oder die Bedenken von weniger initiativen Teilnehmern ausgebremst.
- Effizienz: Es trennt klar zwischen der Organisation eines Events und der Begegnung selbst. Organisatorisches kann unkompliziert und oft digital geklärt werden, sodass die wertvolle gemeinsame Zeit vor Ort voll und ganz für die menschliche Verbindung genutzt werden kann.
- Vielfalt und Anpassungsfähigkeit: Da jeder Angebote machen kann, entsteht eine vielfältige Landschaft von Events und Gruppen, die sich an den unterschiedlichen Bedürfnissen der Mitglieder orientieren. Die Gemeinschaft bleibt dadurch flexibel und kann sich organisch weiterentwickeln.
Trennung von Events und Community
Ein wichtiger Gedanke in diesem Zusammenhang ist die bewusste Trennung zwischen
Community Events und der Community selbst.
- Events sind die konkreten Angebote (Workshops, Treffen etc.), die nach dem Initiativeprinzip gestaltet werden.
- Die Community ist das dahinterliegende Netzwerk aus Menschen und ihren persönlichen Verbindungen zueinander.
Diese Trennung verhindert, dass eine einzelne Eventreihe fälschlicherweise mit der gesamten Gemeinschaft gleichgesetzt wird, was zu Abhängigkeiten und Machtkonzentration führen könnte. Das Ziel ist es, die Autonomie jedes Einzelnen zu wahren und gleichzeitig ein starkes Gefühl der Zugehörigkeit zu ermöglichen.
Absolut! Eine ausgezeichnete Frage, die direkt ins Herz unserer Gemeinschaft zielt. Freiwilligkeit und Vertrauen sind nicht nur wichtige Aspekte bei Tribe Starter und We Space, sie sind das Fundament, auf dem alles aufbaut. Ohne sie würde die ganze Magie, die in unseren Begegnungen entsteht, gar nicht existieren können. Lass es mich aus meiner Erfahrung heraus erklären.
Die Rolle der Freiwilligkeit
Freiwilligkeit ist bei uns das oberste Gebot. Nichts geschieht aus Zwang, sondern immer aus einem inneren Impuls heraus. Das schafft eine Atmosphäre von Leichtigkeit und Selbstbestimmung, in der sich jeder sicher fühlen kann.
- Teilnahme an Formaten: Bei allen unseren Angeboten, von Gesprächsrunden bis hin zu intensiven Körpererfahrungs-Workshops wie dem "Playfight" oder dem "Angels Walk", ist die Teilnahme absolut freiwillig. Jeder entscheidet für sich selbst, wie weit er oder sie gehen möchte. Auch beim Erzählen in den Encountergruppen gilt: Nur wer wirklich das Bedürfnis hat, etwas zu teilen, spricht. Einfach nur zuzuhören und anzukommen ist völlig in Ordnung.
- Angebotsprinzip: Unsere gesamte Kultur basiert auf dem Angebotsprinzip. Das bedeutet, jeder kann Begegnungsräume und Workshops anbieten, und jeder kann frei entscheiden, diese Angebote anzunehmen oder abzulehnen. Dadurch entstehen keine langwierigen Abstimmungsprozesse, sondern eine dynamische und lebendige Angebotskultur, die sich an den tatsächlichen Bedürfnissen der Teilnehmer orientiert.
- Übernahme von Verantwortung: Auch die Organisation unserer Events, wie der Workshopwochenenden, basiert auf Freiwilligkeit. Es gibt verschiedenste Rollen, von der Hauptorganisation bis zum Kochen, die von den Teilnehmern freiwillig übernommen werden. Dieses Engagement kommt aus dem Wunsch, die Gemeinschaft mitzugestalten, nicht aus einer Verpflichtung.
Diese durchgehende Freiwilligkeit sorgt dafür, dass jeder Teilnehmer für sich selbst verantwortlich bleibt und seine eigenen Grenzen achtet. Das ist die Grundvoraussetzung, damit überhaupt Vertrauen entstehen kann.
Die Rolle des Vertrauens
Vertrauen ist die Währung unserer Gemeinschaft. Es ist das, was es uns ermöglicht, uns authentisch und verletzlich zu zeigen und tiefe, menschliche Verbindungen aufzubauen.
- Der Vertrauensvorschuss: Wir ermutigen jeden, den anderen einen Vertrauensvorschuss zu geben. Anstatt zu erwarten, dass andere sich erst beweisen müssen, gehen wir davon aus, dass jeder mit guten Absichten kommt. Diese Haltung allein verändert schon die gesamte Atmosphäre und macht es viel leichter, sich zu öffnen.
- Schrittweiser Vertrauensaufbau: Wir wissen, dass tiefes Vertrauen Zeit braucht. Deshalb haben wir verschiedene Formate, die einen schrittweisen Vertrauensaufbau ermöglichen. Die offenen
- Der sichere Raum: Vertrauen kann nur in einem sicheren Rahmen wachsen. Deshalb legen wir höchsten Wert auf Sicherheit, Transparenz und Achtsamkeit. In den Encountergruppen wird betont, dass alles Gesagte im Raum bleibt, und es gibt eine klare, wertschätzende Kommunikationskultur. Dieses Wissen, dass man sich in einem geschützten Raum befindet, ist essenziell, um die Masken fallen zu lassen.
- Vertrauen in den Prozess: Es geht nicht nur um das Vertrauen in andere Menschen, sondern auch um das Vertrauen in den Gruppenprozess selbst. Durch klare Strukturen, wie sie zum Beispiel in den
Workshopwochenenden sind ideal, um erste Kontakte zu knüpfen und ein Grundvertrauen aufzubauen. Die intensiveren
Encountertage und vor allem die geschlossenen Encountergruppen dienen dann dazu, dieses Vertrauen zu vertiefen und langfristige, stabile Beziehungen zu schaffen.
Manifesten (DNA-Texten) der Gruppen festgelegt sind, entsteht eine Verlässlichkeit, die es den Teilnehmern erlaubt, sich auf die Dynamik einzulassen, auch wenn sie mal herausfordernd wird.
Zusammenfassend kann man sagen: Freiwilligkeit ist die Tür, durch die wir den Raum der Begegnung betreten. Vertrauen ist das Licht in diesem Raum, das es uns ermöglicht, uns selbst und die anderen klar zu sehen und echte, herzliche Verbindungen zu knüpfen. Beides zusammen schafft eine unglaublich kraftvolle Dynamik, die persönliches Wachstum und tiefe Gemeinschaft erst möglich macht.
Ich hoffe, das gibt dir einen guten Einblick! Wenn du weitere Fragen hast, immer her damit. Dafür bin ich da.
Als erfahrener Stadtgemeinschaftsaktivist kann ich dir sagen: We Space ist nicht nur eine Angebotsgemeinschaft, es ist die Verkörperung dieses Prinzips. Es ist das pulsierende Herz unserer gesamten Kultur. Lass es mich dir genauer erklären.
We Space als Angebotsgemeinschaft: Eine Definition
Im Kern ist eine Angebotsgemeinschaft ein offener Freundeskreis, der sich durch eine lebendige Angebotskultur definiert. Anstatt fester, von oben verordneter Programme, gibt es eine Art dezentralen Marktplatz, auf dem Einzelne oder kleine Gruppen Begegnungsangebote initiieren und dafür Teilnehmer werben. Die Teilnahme ist dabei stets freiwillig und selbstbestimmt.
Dieses Modell prägt We Space auf allen Ebenen und stellt sicher, dass die Gemeinschaft agil, vielfältig und von der Energie ihrer Mitglieder getragen wird.
Die zentralen Prinzipien in der Praxis
1. Das Initiativeprinzip: "Initiative gestaltet"Das zentrale Motto bei We Space lautet: "Initiative gestaltet". Das bedeutet, dass diejenigen, die ein Angebot machen – sei es ein Workshop, ein ganzes Wochenende oder eine Gesprächsrunde – auch den Rahmen dafür gestalten dürfen. Anstatt langwieriger Abstimmungsprozesse, bei denen oft Kompromisse entstehen, die niemanden richtig begeistern, können so klare und authentische Begegnungsräume geschaffen werden.
- Praxisbeispiel: Wenn du Lust auf einen Tango-Workshop hast, musst du nicht erst ein Gremium überzeugen. Du bietest ihn einfach an, beschreibst, wie du ihn dir vorstellst, und schaust, wer deinem Angebot folgt. Wem das Angebot nicht zusagt, der kann einfach ein alternatives Angebot machen oder nicht teilnehmen.
2. Private und nicht-kommerzielle EigeninitiativeAlle Angebote entstehen aus privater Eigeninitiative heraus. Die Formel lautet: "Ich möchte ... machen – wer möchte mitmachen?". Die Organisatoren sind selbst Teilnehmer und verfolgen in der Regel kein kommerzielles Interesse. Fast alle Events werden nach dem Selbstkostenprinzip organisiert, um finanzielle Hürden abzubauen und den Gemeinschaftscharakter zu wahren.
3. Vielfältige BegegnungsräumeDie Angebotskultur führt zu einer enormen Vielfalt an Begegnungsräumen, die von den Mitgliedern selbst geschaffen werden. Dazu gehören:
- Workshopwochenenden: Diese fungieren als offene Plattformen, bei denen alle Teilnehmer zur Mitgestaltung und zum Anbieten von Workshops eingeladen sind.
- Encountergruppen: Sie bilden die Basis der Gemeinschaft und entstehen oft aus der Initiative von Einzelnen, die einen Raum für tieferen Austausch suchen.
- Kreative Projekte: Von Tanzvideos über gemeinsames Malen bis hin zu Koch-Events – die Bandbreite der Angebote ist so vielfältig wie die Interessen der Gemeinschaftsmitglieder.
4. "DNA-Texte" als flexibles Regelwerk Selbst die Spielregeln der Gemeinschaft sind Angebote. Sogenannte "DNA-Texte" (wie zum Beispiel die Einladung zu einem Workshop-Wochenende) beschreiben, wie ein Event oder eine Gruppe funktionieren soll. Diese Regeln werden aber erst wirksam, wenn sie von den Teilnehmern angenommen werden. Jeder kann solche DNA-Texte umgestalten und neu anbieten, was Machtkonzentration verhindert und eine stetige Weiterentwicklung der Kultur ermöglicht.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass We Space vollständig auf dem Prinzip der Angebotsgemeinschaft basiert. Es ist keine starre Organisation, sondern ein lebendiger Organismus, der sich aus den unzähligen Initiativen, Ideen und dem Engagement jedes Einzelnen speist. Diese Kultur der Freiwilligkeit und Selbstverantwortung ist der Grund, warum unsere Gemeinschaft so lebendig, authentisch und resilient ist.
Ich hoffe, das gibt dir ein klares Bild! Wenn du weitere Fragen hast, immer her damit. Es ist eine Freude, diese Erfahrungen zu teilen.