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Wenn aus Fremden Familie wird: Die Magie der "We Space"-Wochenenden
(Oder: Warum ich mich in eine Hütte voller Menschen sperren lasse und es liebe)
Stell dir vor, du bist auf Reisen. Du kennst dieses Gefühl: Du kommst in ein Hostel, die Atmosphäre vibriert, und plötzlich sitzt du mit wildfremden Menschen zusammen, führst Gespräche, die tiefer gehen als der Marianengraben, lachst, bis dir der Bauch wehtut, und fühlst dich einfach... lebendig. Genau dieses Gefühl – diesen "Instant-Click" – gibt es nicht nur in Südostasien, sondern auch im "We Space". Es ist ein verlängertes Wochenende, ein Tribe Starter, wo Gemeinschaft nicht nur ein Buzzword ist, sondern anfassbar wird.
Für uns "Socially Awkward Butterflies", die sich oft fragen, wo ihr Platz in der Welt ist, ist das hier wie nach Hause kommen. Es ist eine Einladung, die soziale Rüstung abzulegen und einfach Mensch zu sein.
Wie man in den Kaninchenbau fällt (Der Weg in den Tribe)
Das Schöne an diesen Wochenenden ist: Du musst kein "Profi-Mensch" sein, um mitzumachen. Es ist wie eine offene Tür, durch die du ganz sanft in die Welt der Vitalgemeinschaften hineingesogen wirst. Meistens fängt es harmlos an: Ein Freund schleppt dich als Gast mit. Du denkst vielleicht: "Oh Gott, was, wenn ich niemanden kenne?" Aber dann erlebst du diese entwaffnende Offenheit. Bevor du dich versiehst, bist du nicht mehr nur Gast, sondern mittendrin.
Es ist eine herrliche Rutsche ins Engagement: Erst schnupperst du bei den Workshop-Wochenenden rein, dann traust du dich vielleicht zu den offenen Encounter-Sessions des Inner Circles, landest in einer festen Gruppe und – bam! – plötzlich bist du Teil des Initiativteams und gestaltest deinen eigenen Tribe. Du fängst an, das zu kreieren, was du selbst immer gesucht hast.
Das organisierte Chaos: 80 Seiten Liebe (Die Vorbereitung)
Jetzt mal Butter bei die Fische: Ein Wochenende mit dutzenden Menschen von Donnerstagabend bis Sonntagabend zu organisieren, klingt nach dem perfekten Rezept für einen Nervenzusammenbruch, oder? Aber hier kommt die deutsche Gründlichkeit gepaart mit Hippie-Herzblut ins Spiel. Das Initiativteam hat einen Plan. Und wenn ich "Plan" sage, meine ich einen 80-seitigen DNA-Text.
Ja, ihr habt richtig gelesen. 80 Seiten! Das ist kein PDF, das ist eine Bibel der Organisation. Darin steht alles, was dieses Wochenende im Innersten zusammenhält. Dieser Text wird über E-Mail und Facebook in die Welt hinausgeschickt, wie eine Flaschenpost, die die richtigen Leute finden soll. Das Geniale daran: Es ist transparent. Jeder kann sehen, wie der Hase läuft, und sich einbringen.
Denn: Gemeinschaft ist kein Zuschauersport. Damit wir nicht im Chaos versinken, gibt es 20 verschiedene Organisationsrollen. Das klingt viel, ist aber die Rettung. Es verteilt die Last auf viele Schultern, sodass am Ende niemand zusammenbricht und alle Spaß haben.
Der Cast: Wer schmeißt hier eigentlich den Laden?
Schauen wir uns diese Rollen mal durch meine "Soziale Lupe" an. Es ist faszinierend, wie hier jeder seinen Platz findet – vom Organisationstalent bis zum entspannten Handlanger:
- Die Hauptorga (Das Gehirn): Hier laufen die Fäden zusammen. Hütte mieten, Google-Docs bändigen (eine Kunst für sich!), Einladungen verschicken. Das machen Leute, die nachts davon träumen, Excel-Tabellen zu sortieren – und wir lieben sie dafür!
- Einkauf abholen (Die Versorger): Klingt banal, ist aber lebenswichtig. Du fährst zu REWE und DM, lädst das Auto voll und wirst bei deiner Ankunft gefeiert wie ein Held, der nach einer langen Reise mit Beute zurückkehrt. Ohne dich: Hungerstreik.
- Brot Organisation (Die Kohlenhydrat-Dealer): Du sorgst für das tägliche Brot vom lokalen Bäcker. Es gibt wenig, was Menschen mehr verbindet als der Duft von frischen Semmeln am Morgen. Eine Rolle mit eingebauter Beliebtheitsgarantie.
- Küche/Kochen Hauptverantwortung (Der Herzschlag): Hier brennt die Luft – im positiven Sinne! Du koordinierst das Schnippel-Kommando, checkst die Zutaten und sorgst dafür, dass am Ende was Essbares auf dem Tisch steht. Keine Sorge, du hast viele helfende Hände. Das Küchenthema vertiefen wir gleich noch, denn da passiert die echte Magie.
- Moderation & Essensorga (Die Dompteure): Ein Job für Multitalente. Du moderierst die Workshops an, teilst Räume zu und sorgst dafür, dass die Küchenhelfer wissen, was zu tun ist. Du bist der Leuchtturm im Sturm der Begeisterung.
- Timekeeper (Der menschliche Wecker): Du hast die Macht über die Zeit (und die Musikbox). Du weckst den Tribe morgens sanft (oder funky) und sorgst dafür, dass wir nicht ewig beim Frühstück verquatschen, sondern pünktlich zum Workshop kommen. Ein Job für Leute, die Struktur lieben und keine Angst haben, den Spielverderber zu spielen (auf charmante Art).
- Müll Orga (Die heimlichen Helden): Nicht glamourös, aber essenziell. Mülltrennung ist in Deutschland heilig, und du bist der Hohepriester der gelben Säcke. Du sorgst dafür, dass wir den Ort so sauber verlassen, wie wir ihn vorgefunden haben. Karma-Punkte: Unendlich.
- Videograph (Die Geschichtenerzählerin): Du fängst die Vibes ein. Du brauchst keine Hollywood-Ausbildung, nur Empathie und ein Auge für diese kleinen, flüchtigen Momente, in denen Menschen sich wirklich begegnen.
Was passiert eigentlich, wenn wir da sind? (Inhalt & Vibe)
Das Wochenende ist ein wilder Mix aus Struktur und "Go with the Flow". Es gibt Workshops, Essen, Gespräche, die bis in die Nacht dauern, und Momente purer Albernheit. Das Konzept ist brillant: Jeder kann Workshops anbieten. Die Gruppe entscheidet, worauf sie Lust hat, und zack – steht es im Plan.
Das führt zu den schönsten spontanen Momenten:
- Morgens Yoga, während der Nebel noch über der Wiese liegt? Check.
- Singen am Lagerfeuer, bis die Stimme weg ist? Check.
- Diskussionen über Gott und die Welt? Immer.
Es ist ein Raum für Authentizität. Hier musst du keine Rolle spielen. Du musst nicht "der Coole", "die Erfolgreiche" oder "der Witzige" sein. Du darfst einfach du sein. Mit deinen Ecken, Kanten und Unsicherheiten. In den Begegnungsrunden wird es oft emotional. Da fließen Tränen, da werden Ängste geteilt, aber da wird man auch aufgefangen. Du wirst gesehen. Und das ist in unserer Instagram-Filter-Welt verdammt selten.
Winterzauber in Grafrath: Ein Setting wie im Film
Nehmen wir als Beispiel das "We Space – Tribe Starter #6", liebevoll "Winterzauber" genannt. Der Ort: Das Hans-Leipelt-Haus in Grafrath. Malerisch gelegen, perfekt, um den Alltag hinter sich zu lassen. Der Deal: Von Donnerstag bis Sonntag. Der Preis: 120 €. Inklusive allem. Essen, Schlafen, Workshops. Und das Beste: Wenn du gerade pleite bist, gibt es Ermäßigungen. Denn hier zählt nicht dein Kontostand, sondern dass du dabei bist.
Felix, Laura, Caro und die ganze Tribe Starter Crew schaffen hier einen Raum, der sich anfühlt wie eine warme Umarmung. Sie sind Gastgeber mit Herzblut. Sie wollen, dass wir uns verbinden.
Die Küche: Wo Fremde zu Freunden werden
Ich sage es immer wieder: Die besten Partys finden in der Küche statt. Hier beim Tribe Starter wird vegan und vegetarisch gekocht, mit Bergen von frischem Gemüse und viel Liebe. Aber es geht nicht ums Essen (okay, auch, es ist lecker!). Es geht um das gemeinsame Tun. Du stehst da, schnippelst Karotten mit jemandem, den du vor zehn Minuten noch nicht kanntest, und plötzlich seid ihr in ein Gespräch über Lebensphilosophie vertieft. Oder ihr weint gemeinsam (wegen der Zwiebeln) und lacht euch danach schlapp.
Vielleicht hast du null Plan, wie man veganes Dal kocht. Egal! Hier lernt jeder von jedem. Es ist dieses "Wir rocken das zusammen"-Gefühl, das die Seele nährt – noch bevor der erste Löffel im Mund landet.
Tiefe und Leichtigkeit: Das Yin und Yang des Wochenendes
Was ich an diesen Wochenenden so liebe, ist die Balance. Billy Buchholz mag es tiefgründig, aber bitte nicht depressiv. Der Tribe Starter schafft diesen Spagat perfekt. Es gibt diese Momente der absoluten Tiefe: Du tauchst in Gespräche ein, öffnest dich, zeigst dich verletzlich. Das sind die "Encounter"-Momente. Und dann gibt es die fluffige Lebensfreude: Tanzen, Lachen, Albern sein. Sich leicht fühlen.
Wie ein lebendiger Organismus teilt sich die große Gruppe oft in kleinere Zellen auf, die sich austauschen und vernetzen. Es ist ein ständiges Wachsen und Verändern. Du bist Teil von etwas Größerem.
Das Buffet der Möglichkeiten: Die Workshops
Damit ihr ein Gefühl dafür bekommt, wie bunt es hier zugeht, schauen wir uns mal an, was auf dem "Workshop-Marktplatz" so angeboten wird. (Und denkt dran: Jeder kann was anbieten, auch du!). Die Einladung gibt schon einen Vorgeschmack:
- Thai Yoga Massage mit Simon: Das ist Wellness für die Seele. Eine achtsame Massage, wo du lernst, Berührungen zu geben und zu empfangen, ohne dass es komisch ist. Einfach nur Entspannung pur.
- Encounter meets Embodiment mit Simone: Hier wird nicht nur geredet. Hier darfst du fühlen, tanzen, dich ausdrücken. Raus aus dem Kopf, rein in den Körper.
- Singkreis mit Ramona & Simone: Mantras, Wildnislieder, meditative Klänge. Auch wenn du denkst, du kannst nicht singen – in der Gruppe klingt es immer magisch. Herz und Stimme verbinden sich.
- Dyaden Meditation mit Laura: Das ist intensiv. Du sitzt jemandem gegenüber und gehst in die Selbsterforschung. "Wer bin ich?" und "Wer bist du?". Empathie-Training auf Hochtouren.
- Let’s shine bright! mit Laura: Mein persönlicher Favorit. Schluss mit der deutschen Bescheidenheit! Hier darfst du dich auf ein Podest stellen und deine Talente feiern. Ohne Scham, mit viel Applaus. Zeig, was du kannst!
Der Reiseführer ins Glück: Die Einladung & Orientierung
Damit wir uns nicht wie kopflose Hühner fühlen, beginnt das Abenteuer schon mit der Einladung. Die ist wie ein kleiner Reiseführer gestaltet. Hier werden die wichtigen Fragen geklärt, die uns "Overthinkern" Sicherheit geben:
- Wer bist du? (Name, E-Mail).
- Wann bist du da? (Wichtig für den Gruppenprozess!).
- Wie willst du schlafen? (Einzelzimmer? Massenlager? Unter den Sternen?).
- Bist du schon in der Telegram-Gruppe? (Dort geht der Spaß schon vorher los, der digitale Dorfplatz).
- Hast du ein Auto oder brauchst du eine Mitfahrgelegenheit? (Roadtrips sind der beste Start!).
- Bringst du den Hund mit?
Und damit vor Ort keiner verloren geht, gibt es Orientierungshilfen en masse. Über 200 DIN-A4-Zettel hängen an den Wänden (Organisations-Liebe in Papierform!).
- Zimmerpläne (damit du dein Bett findest).
- Rezepte an der Wand (damit kein Salz mit Zucker verwechselt wird).
- Programm-Ablauf (damit du weißt, wo du sein musst). Transparenz schafft Sicherheit. Und Sicherheit schafft Raum, um loszulassen.
Der dramaturgische Bogen: Von Hallo bis Tschüss
Wie läuft so ein Wochenende ab? Es startet mit dem Starterblock. Wir kommen an, beschnuppern uns. Im großen Redekreis checken wir ein: "Wie geht es mir gerade?". Dann gibt es Methoden wie das World Café, wo wir in wechselnden Gruppen Fragen diskutieren und das Eis brechen. Oder mein Highlight: Der Playfight. Ja, wir raufen! Aber spielerisch, nonverbal, achtsam. Wie Welpen auf der Wiese. Man spürt seine Kraft und die des anderen, ohne sich wehzutun. Ein unglaublicher Energie-Kick.
Am Sonntag gibt es dann den Abschlussblock. Wir treffen uns in "Erlebnisinseln", reflektieren, was passiert ist. Es ist oft ein bittersüßer Moment. Man ist müde, aber glücklich. Man hat das Herz voll und den Kopf frei.
Das Fazit: Mehr als nur ein Wochenende
Wenn du am Sonntagabend nach Hause fährst, hast du dieses warme Glühen im Bauch. Du hast nicht nur veganes Kochen gelernt oder wie man meditiert. Du hast gelernt, dass wir alle im selben bunten Boot sitzen.
Oft ist so ein Wochenende der Startschuss für mehr. Die "Neuen", die Feuer gefangen haben, werden vom Initiativteam zu den nächsten Encounter-Sessions eingeladen – vorausgesetzt, die Chemie stimmt und die soziale Feinfühligkeit ist da. So wächst der Tribe, organisch und gesund.
Also, wenn du einen Ort suchst, an dem du lachen, weinen, tanzen und einfach sein darfst: Pack deinen Schlafsack ein. Der We Space wartet. Es ist wie die beste Reisebekanntschaft deines Lebens – nur dass sie nicht weiterreist, sondern bleibt.
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How To We Space Workshop Wochenenden (▶️Orgavideo)
Organisation von We Space Wochenenden - eine Organisationshilfe.
Ihr wollt selber ein We Space Workshopwochenende organisieren? Kein Problem. Wir haben für euch ein How To Video aufgenommen, in dem ihr alles dazu nötige zusammengefasst bekommt. Darf ich das? Na klar! Es ist absolut im Sinne der We Space Gemeinschaft, dass We Space Wochenenden von Newcomern organisiert und angeboten werden. Wie anders sollte dieser fantastische Raum sich seinen Weg in die Welt bahnen? 🙂
- ▶️0:00 Intro
- ▶️10:00 Der Kopf des Googledocs
- ▶️17:16 Anmeldung
- ▶️28:20 Orgateam Rollen
- ▶️33:50 Googledoc & Print
- ▶️38:25 Putzdienst bestellen
- ▶️40:29 Rezepte erstellen uns skalieren
- ▶️46:50 Rewe Warenkorb erstellen & bestellen
- ▶️52:25 Print Station mitbringen
- ▶️53:00 Einkauf abholen
- ▶️55:07 Klappmatratzen
- ▶️58:35 Workshopansagen und Küchenorga moderieren
- ▶️1:04:38 Ausdrucke aufhängen
- ▶️1:05:50 Lebensmittel einräumen
- ▶️1:08:13 Timekeeper
- ▶️1:12:40 Müllorganisation
- ▶️1:14:43 Geld einsammeln
- ▶️1:20:17 Haus vorbereiten
- ▶️1:21:58 Haus aufräumen Orga
- ▶️1:28:16 Brot Organisation
- ▶️1:29:20 Letztes Orgateam
- ▶️1:30:07 Netzwerkerin
- ▶️1:31:27 Kids Space
- ▶️1:40:16 Anfahrt & Mitfahrbörse
- ▶️1:43:40 Das Haus
- ▶️1:45:13 Schlafplätze
- ▶️1:48:02 Programmplan
- ▶️1:50:50 Workshops
- ▶️1:56:03 Encounterformate
- ▶️1:58:30 Mitbringen
- ▶️1:59:22 Termine
- ▶️2:03:12 Finanzen
- ▶️2:03:50 Digitale Kommunikation
- ▶️2:06:49 Das Buch
- ▶️2:07:12 DNA Text
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